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Propionsäure schützt Nerven: Neue Studie zeigt neuroprotektive Wirkung bei MS und Polyneuropathien

Neuronen mit leuchtenden Synapsen

Neue Studie belegt: Propionsäure kann bei MS (Multiple Sklerose) und entzündlichen Nervenerkrankungen Nerven schützen und regenerieren

Was ist Propionsäure und warum ist sie relevant?

Chronisch-entzündliche Erkrankungen wie MS (Multiple Sklerose) oder die chronisch-entzündliche demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP) führen oft zu bleibenden Nervenschäden. Die Ursachen: oxidativer Stress und eine unzureichende Regeneration der Nervenzellen. Eine neue Studie zeigt, dass Propionsäure – ein natürlicher Bestandteil unseres Darmstoffwechsels – das Nervensystem aktiv schützen und die Erholung geschädigter Nerven fördern kann.

Propionsäure ist eine kurzkettige Fettsäure, die durch die Fermentation von Ballaststoffen im Darm entsteht. Sie bindet an sogenannte freie Fettsäurerezeptoren (FFAR), insbesondere an FFAR3, und wirkt zusätzlich über epigenetische Prozesse wie die Hemmung von Histon-Deacetylasen. Diese Mechanismen können Zellfunktionen und Entzündungsreaktionen beeinflussen.

In früheren Studien wurde bereits gezeigt, dass Propionsäure bei MS (Multiple Sklerose) eine immunregulierende Wirkung entfaltet, die Rückfälle verringert und die Hirnatrophie reduziert. Dies macht sie auch für andere entzündliche Nervenerkrankungen interessant.

Propionsäure bei entzündlichen Nervenerkrankungen?

Bei Erkrankungen wie CIDP kommt es zu einer Zerstörung der Myelinscheiden durch Immunprozesse. Dabei spielt oxidativer Stress eine zentrale Rolle. Bisherige Therapien zielen vor allem auf die Entzündung ab – nicht aber auf den Schutz und die Regeneration der Nervenzellen. Hier setzt die Wirkung der Propionsäure an.

Was zeigt die neue Studie?

Die Studie der Ruhr-Universität Bochum untersuchte die Wirkung von Propionsäure auf Schwann-Zellen und dorsale Wurzelganglien (DRG) – zentrale Bestandteile des peripheren Nervensystems.

  • Die Propionsäure wirkt über den Rezeptor FFAR3, nicht über FFAR2.
  • Sie führt zur Hyperacetylierung von Histon H3 – einem epigenetischen Signal für Zellaktivierung.
  • Dadurch wird das antioxidative Enzym Katalase verstärkt gebildet, was die Widerstandskraft gegenüber oxidativem Stress erhöht.
  • Zudem wird das Protein GAP43 hochreguliert – ein Marker für Nervenwachstum und Regeneration.

Die Autoren konnten somit eine neuroprotektive und neuroregenerative Wirkung der Propionsäure nachweisen – sowohl im Zellmodell als auch im Tiermodell

Für wen ist diese Erkenntnis besonders relevant?

Patientinnen und Patienten mit MS (Multiple Sklerose), CIDP oder ähnlichen autoimmunen Nervenerkrankungen könnten von einer gezielten Einnahme von Propionsäure profitieren – ergänzend zur Standardtherapie. Auch ältere Menschen oder Personen mit erhöhtem oxidativem Stress zeigen oft geschwächte körpereigene Schutzmechanismen, was den potenziellen Nutzen noch erhöht.

Was wollte die Studie herausfinden?

Ziel der Untersuchung war es, die molekularen Mechanismen der neuroprotektiven Wirkung von Propionsäure zu entschlüsseln und deren Bedeutung für entzündliche Erkrankungen des peripheren Nervensystems zu bewerten.

Fazit: Warum kann Propionsäure sinnvoll sein?

Die Einnahme von Propionsäure könnte eine sinnvolle Ergänzung zur Behandlung bei MS (Multiple Sklerose), CIDP und anderen entzündlichen Nervenerkrankungen darstellen. Sie schützt nicht nur Nerven vor oxidativem Stress, sondern fördert auch deren Regeneration.

Da Propionsäure natürlich im Körper vorkommt und bereits in anderen Kontexten wie MS eingesetzt wurde, erscheint sie als vielversprechender Ansatz zur Unterstützung der Nervengesundheit – mit hohem translationalem Potenzial.

Studienquelle

Grüter T, Mohamad N, Rilke N, et al. Propionate exerts neuroprotective and neuroregenerative effects in the peripheral nervous system. Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). 2023. DOI: 10.1073/pnas.2216117120