Internationale Top-Nahrungsergänzungen & Bio-Lebensmittel Persönliche Beratung Gebührenfrei anrufen 00 800 / 17 17 67 17

Safranextrakt für besseren Schlaf im Alter: Neue Studie zeigt vielversprechende Effekte auf Schlafqualität und Darmmikrobiom

Safranblüte und Safranfäden

Täglich 30 mg standardisierter Safranextrakt konnten in einer klinischen Studie das Einschlafen erleichtern, die Schlafqualität verbessern und günstige Veränderungen im Darmmikrobiom unterstützen

Warum Schlaf im Alter mehr Aufmerksamkeit verdient

Guter Schlaf ist weit mehr als eine nächtliche Erholungspause. Während wir schlafen, reguliert der Körper wichtige Stoffwechselprozesse, das Gehirn verarbeitet Informationen, Nervenzellen können sich regenerieren und Abbauprodukte werden besser beseitigt. Gerade im höheren Lebensalter gewinnt diese nächtliche Regeneration an Bedeutung, denn mit zunehmendem Alter verändern sich Schlafdauer, Schlaftiefe und Schlafkontinuität häufig spürbar.

Viele ältere Menschen kennen das Problem: Das Einschlafen dauert länger, der Schlaf wird leichter, nächtliches Aufwachen nimmt zu und morgens bleibt das Gefühl zurück, nicht wirklich erholt zu sein. Solche Schlafbeschwerden können den Alltag erheblich belasten. Sie wirken sich auf Energie, Stimmung, Konzentration und Lebensqualität aus. Gleichzeitig zeigen wissenschaftliche Arbeiten immer deutlicher, dass Schlaf eng mit der langfristigen Gehirngesundheit verbunden ist.

Vor diesem Hintergrund ist die Frage besonders relevant, ob natürliche, gut verträgliche Pflanzenstoffe die Schlafqualität unterstützen können. Genau hier setzt eine aktuelle randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Studie an: Sie untersuchte, ob ein standardisierter Safranextrakt älteren Erwachsenen mit Schlafbeschwerden helfen kann, besser einzuschlafen und erholsamer zu schlafen. 

Safran: Mehr als ein edles Gewürz

Safran ist vielen vor allem als hochwertiges Gewürz bekannt. Wissenschaftlich interessant ist Safran jedoch vor allem wegen seiner bioaktiven Inhaltsstoffe. Dazu gehören Crocine, Crocetin, Safranal, Picrocrocin sowie weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Diese natürlichen Verbindungen werden seit einigen Jahren intensiv im Zusammenhang mit Stimmung, Stressverarbeitung, Nervensystem und Schlafqualität erforscht.

Die aktuelle Studie verwendete einen standardisierten Safranextrakt mit genau definiertem Gehalt an charakteristischen Safranbestandteilen. Das ist wichtig, denn bei pflanzlichen Extrakten entscheidet die Standardisierung wesentlich darüber, ob Ergebnisse nachvollziehbar und vergleichbar sind.

Safran könnte den Schlaf auf mehreren Wegen unterstützen. Diskutiert werden unter anderem Einflüsse auf schlafrelevante Botenstoffsysteme wie Serotonin, Melatonin, GABA und glutamaterge Signalwege. Diese Systeme spielen eine Rolle dabei, wie leicht wir zur Ruhe kommen, wie schnell wir einschlafen und wie stabil der Schlaf über die Nacht bleibt.

Die Darm-Hirn-Achse: Ein neuer Blick auf Schlafqualität

Besonders spannend an dieser Untersuchung ist, dass sie den Schlaf nicht isoliert betrachtet. Die Forschenden bezogen auch das Darmmikrobiom ein, also die Gesamtheit der Darmbakterien. Heute ist bekannt, dass der Darm und das Gehirn eng miteinander kommunizieren. Diese Verbindung wird als Darm-Hirn-Achse bezeichnet.

Darmbakterien können Stoffe bilden, die auch für das Nervensystem relevant sind. Dazu zählen kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat, aber auch Vorstufen von Botenstoffen. Gleichzeitig kann schlechter Schlaf das Darmmikrobiom ungünstig beeinflussen. Es entsteht also ein wechselseitiges Zusammenspiel: Der Schlaf wirkt auf den Darm, und der Darm kann wiederum Signale an das Gehirn senden, die möglicherweise auch den Schlaf beeinflussen.

Diese Perspektive macht Safran besonders interessant. Denn der Extrakt könnte nicht nur direkt auf schlafrelevante Signalwege wirken, sondern zusätzlich über günstige Veränderungen im Darmmilieu.

Was wurde in der Studie untersucht?

An der Studie nahmen 52 gesunde ältere Erwachsene im Alter von 55 bis 85 Jahren teil. Alle berichteten über Schlafbeschwerden, waren aber ansonsten kognitiv unauffällig. Die Teilnehmenden wurden zufällig in zwei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe erhielt täglich 30 mg standardisierten Safranextrakt, die andere ein Placebo.

Die Einnahme erfolgte über vier Wochen, jeweils etwa 30 Minuten vor dem Schlafengehen in Form eines Gummies. Weder die Teilnehmenden noch das Studienteam wussten während der Untersuchung, wer Safran und wer Placebo erhielt. Dieses doppelblinde Studiendesign reduziert Erwartungseffekte und erhöht die Aussagekraft der Ergebnisse.

Gemessen wurde der Schlaf auf zwei Ebenen. Zum einen füllten die Teilnehmenden validierte Fragebögen aus, darunter den Pittsburgh Sleep Quality Index, kurz PSQI. Dieser Fragebogen erfasst, wie Menschen ihre Schlafqualität selbst einschätzen. Zum anderen wurden objektive Schlafdaten über mehrere Nächte mit einem EEG-basierten Schlaftracker erhoben. Dadurch konnten die Forschenden auch messen, wie schnell die Teilnehmenden einschliefen und wie stabil der Schlaf verlief.

Bei einer Untergruppe wurde zusätzlich das Darmmikrobiom analysiert. So ließ sich prüfen, ob sich durch Safran auch die Zusammensetzung der Darmbakterien verändert.

Deutlich bessere subjektive Schlafqualität

Nach vier Wochen zeigte sich ein klarer Vorteil in der Safran-Gruppe. Der globale PSQI-Wert, also der zentrale Wert für die subjektive Schlafqualität, verbesserte sich signifikant. In der Safran-Gruppe sank dieser Wert um 21,3 Prozent. Da beim PSQI niedrigere Werte für besseren Schlaf stehen, ist diese Abnahme ein positiver Befund.

Interessant ist der Vergleich zur Placebo-Gruppe: Dort verschlechterte sich der PSQI-Wert im Studienverlauf sogar leicht. Damit zeigte sich nicht nur eine Veränderung innerhalb der Safran-Gruppe, sondern auch ein relevanter Unterschied im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Auch die subjektive Schlafeffizienz verbesserte sich. Das bedeutet: Die Teilnehmenden hatten den Eindruck, die im Bett verbrachte Zeit besser tatsächlich zum Schlafen nutzen zu können. Genau dieser Punkt ist für viele Menschen mit Schlafproblemen zentral. Nicht allein die Anzahl der Stunden im Bett zählt, sondern wie erholsam und zusammenhängend diese Zeit erlebt wird.

Objektive Messungen bestätigen: Safran erleichterte das Einschlafen

Besonders überzeugend wird die Studie dadurch, dass die subjektiven Verbesserungen durch objektive Schlafdaten unterstützt wurden. Die Safran-Gruppe schlief messbar schneller ein. Die Einschlaflatenz, also die Zeit vom Zubettgehen bis zum Einschlafen, nahm um 21 Prozent ab. In der Placebo-Gruppe verlängerte sie sich dagegen.

Auch die sogenannte Latenz bis zu stabilem Schlaf verbesserte sich deutlich. Dieser Wert beschreibt, wie lange es dauert, bis eine anhaltende Schlafphase erreicht wird. In der Safran-Gruppe sank dieser Wert um 27,6 Prozent, während er in der Placebo-Gruppe anstieg.

Für den Alltag ist dieser Befund besonders relevant. Viele Menschen mit Schlafbeschwerden leiden nicht zwingend unter einer extrem kurzen Gesamtschlafzeit, sondern vor allem darunter, abends nicht abschalten zu können. Wer schneller in einen stabilen Schlaf findet, erlebt die Nacht oft als erholsamer und weniger belastend.

Weniger Wachzeit und stabilerer Schlaf

Neben dem Einschlafen betrachtete die Studie auch die nächtliche Wachzeit. Die objektiven Daten zeigten Hinweise darauf, dass Safran auch die Schlafkontinuität unterstützen kann. In der Safran-Gruppe nahm die Wachzeit nach dem Einschlafen leicht ab, während sie in der Placebo-Gruppe zunahm.

Das ist bedeutsam, weil häufiges oder längeres Wachliegen in der Nacht die Erholungsfunktion des Schlafs beeinträchtigen kann. Selbst wenn die Gesamtschlafzeit auf dem Papier ausreichend erscheint, kann ein fragmentierter Schlaf dazu führen, dass man sich morgens erschöpft fühlt.

Safran zeigte in dieser Untersuchung also nicht nur einen Effekt auf das Einschlafen, sondern auch auf Parameter, die mit einem ruhigeren und stabileren Schlafverlauf zusammenhängen.

Positive Veränderungen im Darmmikrobiom

Ein zweiter großer Schwerpunkt der Studie war das Darmmikrobiom. Nach vier Wochen Safran-Einnahme fanden die Forschenden Veränderungen in der relativen Häufigkeit bestimmter Bakteriengruppen. Unter anderem nahmen Gattungen wie FaecalibacteriumRoseburiaPrevotellaLachnoclostridium und Oscillibacter zu.

Mehrere dieser Bakterien gelten als günstig, weil sie mit der Bildung kurzkettiger Fettsäuren in Verbindung stehen. Besonders Butyrat ist hier interessant. Butyrat unterstützt die Darmbarriere, kann entzündungsregulierende Effekte haben und wird zunehmend im Zusammenhang mit Stoffwechsel- und Gehirngesundheit diskutiert.

Die Studie liefert damit einen wichtigen Hinweis: Die positiven Effekte von Safran auf den Schlaf könnten zumindest teilweise mit Veränderungen im Darmmikrobiom zusammenhängen. Das bedeutet nicht, dass der Mechanismus abschließend bewiesen ist. Aber es zeigt eine plausible biologische Verbindung zwischen Safran, Darmgesundheit und Schlafqualität.

Was die Korrelationen zwischen Darmbakterien und Schlaf zeigen

Die Forschenden fanden außerdem Zusammenhänge zwischen bestimmten Darmbakterien und Schlafparametern. So war Oscillibacter positiv mit der subjektiven Schlafeffizienz verbunden. Je günstiger sich diese Bakteriengruppe entwickelte, desto besser fiel also ein wichtiger Aspekt der wahrgenommenen Schlafqualität aus.

Auch UBA1819, eine Bakteriengruppe aus der Familie der Ruminococcaceae, zeigte interessante Zusammenhänge. Sie war negativ mit Schlaflatenz und nächtlicher Wachzeit verbunden. Vereinfacht gesagt: Höhere Werte dieser Bakteriengruppe standen mit schnellerem Einschlafen und weniger Schlafunterbrechungen in Verbindung.

Solche Korrelationen beweisen keine direkte Ursache-Wirkung-Beziehung. Sie machen jedoch deutlich, dass Schlaf und Darmmikrobiom eng miteinander verknüpft sein könnten. Genau dieser Zusammenhang macht die Studie wissenschaftlich so wertvoll.

Warum die Ergebnisse für ältere Menschen besonders interessant sind

Ältere Erwachsene sind eine besonders relevante Zielgruppe für schlaffördernde Ernährungsstrategien. Mit zunehmendem Alter sinkt häufig der Anteil an Tiefschlaf, der Schlaf wird leichter und nächtliche Unterbrechungen nehmen zu. Gleichzeitig steigt die Bedeutung eines erholsamen Schlafs für Gedächtnis, Stimmung, körperliche Regeneration und allgemeines Wohlbefinden.

Viele Menschen wünschen sich in dieser Lebensphase eine sanfte, natürliche Unterstützung, die sich gut in den Alltag integrieren lässt. Ein standardisierter Safranextrakt könnte hier eine interessante Möglichkeit darstellen – insbesondere für Personen, die unter Einschlafproblemen, unruhigem Schlaf oder nachlassender Schlafqualität leiden.

Wichtig ist dabei die realistische Einordnung: Safran ist kein Schlafmittel im klassischen Sinn und ersetzt keine medizinische Abklärung bei schweren oder anhaltenden Schlafstörungen. Die Studie zeigt jedoch, dass Safran als Nahrungsergänzung sinnvoll zur Unterstützung eines gesunden Schlafs beitragen kann.

Einordnung der Studienqualität

Die Studie besitzt mehrere Stärken. Sie war randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert. Das ist ein hochwertiges Studiendesign. Zudem wurden nicht nur Fragebögen verwendet, sondern auch objektive EEG-basierte Schlafmessungen über mehrere Nächte. Dadurch entsteht ein deutlich vollständigeres Bild als bei Studien, die sich ausschließlich auf Selbstauskünfte stützen.

Auch die Untersuchung des Darmmikrobioms erweitert die Aussagekraft. Sie zeigt, dass Safran möglicherweise nicht nur an einem einzelnen Punkt wirkt, sondern mehrere miteinander verbundene Systeme beeinflussen kann: Schlaf, Nervensystem, Darmflora und Stoffwechselkommunikation.

Gleichzeitig bleibt zu beachten, dass es sich um eine Pilotstudie mit 52 Teilnehmenden handelt. Die Mikrobiom-Analyse erfolgte nur in einer Untergruppe. Größere Studien mit längerer Einnahmedauer und breiterer Teilnehmerstruktur sind notwendig, um die Ergebnisse zu bestätigen und die Mechanismen genauer zu verstehen.

Praktische Bedeutung: Warum Safranextrakt eine sinnvolle Ergänzung sein kann

Für Menschen mit leichten bis moderaten Schlafbeschwerden ergeben sich aus der Studie mehrere praktische Impulse. Safranextrakt kann dabei helfen, die natürliche Schlafqualität zu unterstützen. Besonders die kürzere Einschlafzeit und die Verbesserung der subjektiven Schlafqualität sind alltagsnah und leicht nachvollziehbar.

Darüber hinaus passt Safran gut in ein modernes Verständnis von Schlafgesundheit. Es geht nicht nur darum, müde zu werden. Es geht darum, biologische Systeme zu unterstützen, die für Entspannung, Schlafrhythmus, Darmgesundheit und nächtliche Regeneration wichtig sind.

In Kombination mit guter Schlafhygiene, einem regelmäßigen Schlafrhythmus, abendlicher Entspannung, ausreichend Tageslicht und einer ausgewogenen Ernährung kann ein standardisierter Safranextrakt eine gezielte ernährungsbasierte Unterstützung darstellen.

Fazit: Safran unterstützt Schlafqualität und Darmgesundheit auf vielversprechende Weise

Die Studie zeigt, dass die tägliche Einnahme von 30 mg standardisiertem Safranextrakt über vier Wochen bei älteren Erwachsenen mit Schlafbeschwerden positive Effekte haben kann. Die Teilnehmenden berichteten über eine bessere Schlafqualität, schliefen objektiv schneller ein und erreichten stabileren Schlaf. Gleichzeitig zeigten sich günstige Veränderungen im Darmmikrobiom, insbesondere bei Bakteriengruppen, die mit kurzkettigen Fettsäuren und Darmgesundheit in Verbindung stehen.

Damit rückt Safran als natürliche Unterstützung für erholsamen Schlaf stärker in den wissenschaftlichen Fokus. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Safranextrakt eine sinnvolle Nahrungsergänzung für Menschen sein kann, die ihre Schlafqualität auf natürliche Weise fördern möchten – besonders im höheren Lebensalter, wenn gesunder Schlaf eine zentrale Rolle für Wohlbefinden, Energie und geistige Vitalität spielt.

Quelle:

A standardised saffron extract improves subjective and objective sleep quality in healthy older adults with sleep complaints: results from the gut-sleep-brain axis randomised, double-blind, placebo-controlled pilot study. DOI: 10.1039/d5fo00917k