Vitamin D (Cholecalciferol)

Vitamin D ist wichtig für gesunde Knochen und Zähne

Vitamin D (Colecalciferol, oder kurz: Calciol) unterstützt die Aufnahme von Vitamin A, Calcium und Phosphor, die für gesunde Knochen und Zähne nötig sind. Deshalb hat man Vitamin D früher vor allem mit dem Knochenwachstum bei Kindern in Zusammenhang gebracht (bei Mangel an Vitamin D entsteht Rachitis). Es wird auch bei der Therapie von Bindehautentzündungen eingesetzt.

Vitamin D, Calcium-Reserven und
Herz-/Muskelversagen

Jeder Muskel — auch das Herz — braucht Calcium-Ionen, um sich zusammenziehen zu können. Vitamin D hilft dem Körper dabei, die Calcium-Reserven des Körpers zu „verwalten“ und stets für eine optimale Calcium-Konzentration im Blut zu sorgen, z.B. indem ein Teil des in den Knochen gespeicherten Calciums wieder frei verfügbar gemacht wird.

Deshalb weist Dr. Burgerstein eindrücklich auf die wichtige Rolle dieses Vitamins bei der Verhütung von Herzkrankheiten hin. Er schreibt dazu:

„Vitamin D hat zwei Funktionen: Calciumresorption aus dem Darm und Calciumdeponierung in den Knochen. Im Bedarfsfall wird Calcium aus den Knochen für lebenswichtige Organe, wie zum Beispiel für das Herz, mobilisiert. Genügende Calciumzufuhr (im Zusammenwirken mit Vitamin D), also auch für das Herz, ist enorm wichtig. Manches plötzliche, unerwartete Herzversagen bei einem sonst „kerngesunden“ Menschen kann Vitamin-D-Mangel als Ursache gehabt haben.“

Risikofaktoren für Vitamin-D-Mangel:
wenig Sonnenlicht und hohes Alter

Oft wird die Theorie vertreten, erwachsene Menschen bräuchten kein Vitamin D mit der Nahrung zu sich zu nehmen, da dieses Vitamin ja von der Sonne auf der Haut gebildet wird, und da gewöhnliche Nahrungsmittel ohnehin nur verschwindend wenig Vitamin D enthalten.

Dem entsprechend gibt es zwei Möglichkeiten, eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D dauerhaft zu gewährleisten:

  1. Anregung der körpereigenen Produktion, durch regelmäßige Einwirkung von Sonnenlicht auf große Hautpartien.
  2. Aufnahme von Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel.

Die Zufuhr von Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel ist besonders dann zu empfehlen, wenn eine ausreichend intensive und regelmäßige Sonnenbestrahlung nicht möglich bzw. nicht ratsam ist: Manchmal versteckt sich die Sonne vor uns (Wetter, Tageszeit, Jahreszeit), manchmal verstecken wir uns oder zumindest unsere Haut — auf eigenen oder fremden Wunsch — vor der Sonne (Aufenthalt in Gebäuden oder im Schatten, Bekleidung, Überempfindlichkeit, Ozonloch).

Gerade ältere Menschen leiden besonders häufig unter Vitamin-D-Mangel. Dies hat zwei Gründe: Erstens bildet die Haut im Alter weniger Vitamin D, wenn sie der Sonne ausgesetzt wird. Zweitens kann zusätzliches, mit der Nahrung aufgenommenes Vitamin D mit wachsendem Lebensalter immer weniger im Darm absorbiert werden.

Dosierung von Vitamin D

Dr. Burgerstein empfiehlt allen, die wenig an der Sonne sind (und die Sonne richtig genießen können wir in den Zeiten des Ozonlochs ja ohnehin nur noch mit Vorsicht), täglich 400 i.E. Vitamin D, denn – wie er schreibt – „in der Nahrung ist nur verschwindend wenig Vitamin D enthalten.“

Der Bedarf an Vitamin D steigt mit dem Alter

Deshalb haben ältere Menschen ein deutlich höheres Risiko, unter den Folgen eines Vitamin-D-Mangels zu leiden, als jüngere Menschen. Hier ist eine Ergänzung durch 400–800 i.E. förderlich, vor allem, um den Verlust an Knochenmasse und das Risiko von Knochenbrüchen zu verringern (in einer von N.H. Bell 1995 veröffentlichen Studie sank die Rate der Hüftfrakturen um 43 % bei einer Gruppe von alten Menschen, die täglich 800 i.E. Vitamin D sowie zusätzlich Calcium zuführten).