Mit Alpha-Liponsäure den Blutzuckerspiegel stabilisieren und diabetische Neuropathien verhindern!

Die Alpha-Liponsäure gilt zu Recht als eines der wertvollsten Antioxidantien, denn sie schützt sowohl die fett- als auch die wasserhaltigen Bereiche des Körpers vor oxidativen Schäden. Sie unterstützt unter anderem die Gesundheit der Blutgefäße, des Herz-Kreislauf-Systems, des Gehirns und des Nervensystems. Darüber hinaus bildet sie die Basis einer erfolgreichen Diabetes-Therapie und kann neurologische Beschwerden verbessern oder sogar beheben.

Doppelter Schutz vor freien Radikalen

Weltweit sind sich Forscher einig, dass der natürliche Alterungsprozess insbesondere durch schädliche Sauerstoff-Verbindungen, so genannte freie Radikale, vorangetrieben wird. Diese Verbindungen entstehen während des Energie­stoffwechsels und werden von den Mitochondrien („Zellkraftwerke“) freigesetzt. Kommen im Organismus zu wenige Antioxidantien vor, welche die freien Radikale abfangen, führen die aggressiven Verbindungen unweigerlich zu Zellschäden und Alterungserscheinungen. Die Zellschäden begünstigen eine erhöhte Anfälligkeit für Störungen und degenerative Prozesse. Krankheiten wie Immunstörungen, Krebs, Hirnfunktionsstörungen, Sehbeeinträchtigungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können daraus resultieren.

Die Alpha-Liponsäure zählt zu den wirkungsvollsten Antioxidantien. Sie besitzt die besondere Fähigkeit, sowohl wasser- als auch fettlöslich zu sein. Dadurch kann sie in nahezu allen Bereichen des Körpers ihre Wirkungen entfalten. Sie erreicht unter anderem wässrige Zellbereiche, Blutbestandteile sowie den extrazellulären Raum und fetthaltige Zellbereiche (wie im Innern der Zellmembranen/Zellwände), Nervenscheiden, Lipoproteine und mehr. Sie schützt den Körper vor oxidativen Schäden und verlangsamt die Alterung sowie Degeneration deutlich. Darüber hinaus kann sie die Entstehung der schädlichen Sauerstoff­verbindungen minimieren.

Aufgrund ihrer kleinen Molekülgröße kann die Alpha-Liponsäure auch die Blut-Hirn-Schranke problemlos überwinden und kognitiven, neurologischen und neurodegenerativen Erkrankungen vorbeugen bzw. deren Verlauf bremsen.

Stabilisierende Effekte auf den Blutzuckerspiegel und Verhinderung der Glykolisation („Verzuckerung”)

Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel kann bekanntermaßen viele negative Begleit­erscheinungen mit sich bringen — vor allem dann, wenn gleichzeitig eine Insulinresistenz vorliegt so wie bei Diabetes Typ-2.

Das Hormon Insulin, welches in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, hat die Aufgabe, Glukose (i.a.W.: Zucker) über das Blut in die Zellen zu transportieren, damit diese den Zucker für die Energieproduktion nutzen können. Bei einem gestörten Zuckerstoffwechsel werden die Zellen jedoch insulinresistent, wodurch eine übermäßige Menge Zucker permanent durch den Blutstrom zirkuliert. Diese überschüssigen, frei umher irrenden Glukosemoleküle können sich dann an Proteine binden und schädliche Glykoproteine bilden. Dieser krankhafte Stoffwechselprozess wird als Glykolisation („Verzuckerung“) bezeichnet.

Die Glykolisation führt bei Patienten mit Diabetes auf Dauer häufig zu Organ-, Nerven- und Gefäßschäden. Die Alpha-Liponsäure kann hier therapeutisch eingreifen: Sie nämlich erhöht die Glukoseaufnahme in den insulinresistenten Zellen und steigert dadurch die Glukosetoleranz. Sowohl die Zuckerverwertung in den Zellen als auch die Wirksamkeit des Insulins werden also durch Alpha-Liponsäure deutlich verbessert.

Auf diese Weise vermindert die Alpha-Liponsäure schließlich auch die schädigende Wirkung des in den Nervenzellen und Blutgefäßen angereicherten Blutzuckers. Die Glykolisation wird somit ausgebremst, und der diabetische Zustand verbessert sich.

Linderung von diabetischen Nervenstörungen (Polyneuropathie)

Des Weiteren leiden viele Diabetiker an Neuropathien. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Folgeerkrankung der peripheren Nervenzellen aufgrund der dauerhaft hohen Blutzuckerwerte, wobei die Nerven, insbesondere jene in den Armen und Beinen, über einen längeren Zeitraum kontinuierlich angegriffen und langsam zerstört werden.

Studien haben gezeigt, dass die Alpha-Liponsäure diesen degenerativen Prozess bremsen und die Beschwerden lindern kann. Deshalb werden Präparate mit Alpha-Liponsäure seit einigen Jahren auch in der Schulmedizin erfolgreich zur Prävention und Behandlung diabetischer Neuropathien verwendet.

Exkurs: Mitochondrialer Energiehaushalt und Glukosebedarf von Nervenzellen

In den Mitochondrien, die quasi als „Energiekraftwerke unserer Zellen” fungieren, spielt Alpha-Liponsäure eine wichtige Rolle bei der Umwandlung von Nahrungsenergie in Zellenergie. Dabei aktiviert die Alpha-Liponsäure nämlich Enzyme, die unser Körper für die Umwandlung von Glukose in zellulär verfügbare Energie benötigt. Dadurch verbessert Alpha-Liponsäure grundsätzlich die Energieversorgung und die Leistung aller Körperzellen.

Insbesondere Nervenzellen haben einen besonders hohen Energiebedarf, und dieser wird im Regelfall zunächst durch die Verstoffwechselung von Glukose (im weitesten Sinne also durch die Umwandlung von Zuckermolekülen) aufgebracht wird, bevor der Körper auf andere Energiequellen (z.B. Ketone) zurück greifen kann.

Glykolisation schädigt auch die Kollagenstruktur!

Die Folgen einer Glykolisation sind immens und zeigen sich beispielsweise auch beim Kollagen, einem der wichtigsten strukturbildenden Protein im Körper. Kollagen bildet das feste, aber flexible Bindegewebe, welches das Skelett zusammenhält, also die Muskeln an die Knochen bindet. Kollagen ist die Grundsubstanz für Blutgefässe, Haut, Lungen und Knorpelmasse.

Wenn Kollagen glykolisiert wird, bilden sich so genannte AGEs (spezielle Glykolisations-Endprodukte), wodurch das Kollagen seine Flexibilität verliert. Blutgefässe, Lungen und Gelenke versteifen und die Haut welkt. Im Auge trüben AGEs die Proteine der Augenlinse und verursachen so grauen Star. Klebrige AGEs bilden Proteinklumpen, die den Ablagerungen ähneln, die man im Gehirn von Alzheimerpatienten gefunden hat. Tatsächlich enthielten diese Ablagerungen dreimal so viele AGEs wie normale Gehirne, so dass vermutet wird, dass AGEs zumindest teilweise für das Fortschreiten dieser schrecklichen Krankheit verantwortlich sind.

Alpha-Liponsäure ist eine der wichtigsten natürlichen Substanzen, die in der Lage sind, die Insulinresistenz zu bekämpfen. Bei intravenösen Gaben von 100 mg zeigte sich eine Verbesserung der Glukoseaufnahme in die Zellen um 50%. Dadurch kann das Risiko der Bildung von zerstörerischen AGEs deutlich gesenkt werden. Außerdem hemmt die Alpha-Liponsäure besonders effektiv die Verzuckerung von körpereigenen Eiweißen, den so genannten AGEs.

Interaktion mit Blutzucker senkenden Medikamenten

Personen, die zur Senkung ihre Blutzuckerwerte so genannte Antidiabetika einnehmen und/oder Insulin spritzen, sollten unbedingt berücksichtigen, dass Alpha-Liponsäure den Blutzucker senkenden Effekt einer solchen Medikation verstärkt. Folglich benötigen Diabetes-Patienten, die Alpha-Liponsäure einnehmen, in der Regel geringere Mengen an Insulin oder Medikamenten, um den Blutzuckerspiegel auf den Sollwert einzustellen. Dies ist zwar durchaus begrüßenswert, sollte jedoch immer gemeinsam mit dem behandelnden Arzt abgesprochen und — insbesondere während der Erprobungsphase — durch engmaschige Blutzuckermessungen evaluiert werden, weil es andernfalls zu einem unerwünscht starken Absinken des Blutzuckerspiegels im Zeitraum der Wirkungsüberschneidung kommen könnte.

 

 

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