Astaxanthin: Hochleistungs-Antioxidans mit besonderer Schutzwirkung für Augen, Haut, Gehirn und Blutfettwerte

Auf der Suche nach neuen Wirkstoffen für unsere Gesundheit ist die Wissenschaft in den letzten Jahren verstärkt auf die marinen Vitalstoffe in den Ozeanen, die „Apotheke des Meeres”, aufmerksam geworden. Viele Vitalstoffe aus dem Meer werden intensiv erforscht und auf ihren Einsatz für die Gesundheit überprüft. Die Entdeckung von Astaxanthin ist daher ein Volltreffer, denn dieser Vitalstoff aus dem Meer gehört ganz sicher zu den wirksamsten Stoffen, die Natur und Meer für unsere Gesundheit zu bieten haben. Es gilt als das stärkste bekannte Antioxidans, und die Vorteile einer Einnahme für unsere Gesundheit sind immens.

Astaxanthin ist ein rotes Pigment, das zu den Carotinoiden gehört. Carotinoide werden von Früchten und Gemüse, aber auch von Algen zum Schutz vor Schädigung durch freie Radikale gebildet.

Haematococcus pluvialis ist eine Grünalge, die Astaxanthin produziert, um überleben zu können. Ist Haematococcus z. B. zu intensivem Sonnenlicht ausgesetzt oder leidet die Alge unter Wasser- oder Nährstoffmangel, dann ist sie vital bedroht. Was jetzt passiert, ist in der Natur einmalig! Die Alge färbt sich von grün nach rot, indem sie das antioxidativ wirkende und schützende Astaxanthin bildet, das der Mikroalge eine enorme Widerstandskraft gegenüber den o. g. vitalen Bedrohungen verleiht.

Demzufolge findet man Astaxanthin auch in unterschiedlichen Konzentrationen in Meerestieren, die sich von der Mikroalge Haematococcus pluvialis ernähren, also v. a. in Lachs (5 bis 40 ppm), Krill (120 ppm), Shrimps (1.200 ppm), Hummer und Krebsen. Dies erklärt auch die rötliche Färbung der o. g. „sekundären Astaxanthin-Quellen”. Der mit Abstand höchsten Astaxanthingehalt im Tier- und Pflanzenreich findet sich jedoch in der Mikroalge Haematococcus pluvialis selbst, denn diese enthält — je nach Wachstumsbedingungen — bis zu 40.000 ppm Astaxanthin!

Welchen Nutzen hat Astaxanthin?

Wie bereits oben gesagt, verdankt die Mikroalge Haematococcus pluvialis ihre enorme Widerstandskraft gegenüber widrigsten Umweltbedingungen allein dem Astaxanthin. Mit Hilfe dieses tiefroten Carotinoids ist die Alge in der Lage, UV-reiches Sonnenlicht abzublocken, freie Radikale zu neutralisieren und oxidative Schäden abzuwenden.

Der Umstand, dass die Alge auch bei Nährstoffmangel ihre Astaxanthin-Produktion hochfährt, signalisiert eindrucksvoll, dass Astaxanthin nicht nur dem Schutz vor UV-Strahlung und oxidativem Stress dient, sondern offenbar auch das allgemeine Durchhaltevermögen dieses bemerkenswerten Einzellers im Falle einer vorübergehenden Unterversorgung mit (anderen) Nähr- und Vitalstoffen verbessert.

Vieles spricht dafür, dass sich diese nützlichen Eigenschaften von Astaxanthin auch auf komplexere Organismen, und letztlich auch auf den Menschen übertragen lassen.

Astaxanthin gegen oxidativen Stress

In nahezu jedem Fall wird der körperliche Abbau, der üblicherweise mit dem Alter einhergeht, unter anderem auch und vor allem durch so genannten „oxidativen Stress” ausgelöst oder begleitet. Dieser oxidative Stress ist allerdings keineswegs nur Auslöser/Folge natürlicher Alterungsprozesse sondern wirkt sich auch schon bei jüngeren Menschen äußerst negativ auf den Körper und die Gesundheit aus. Spätestens in der zweiten Lebenshälfte zeigen sich dann vermehrt die typischen Folgen der oxidativen Schäden, die von so genannten „Freien Radikalen” — also von hochreaktiven Sauerstoff- und Stickstoff-Verbindungen — ausgelöst werden, z. B. in Form von Schmerzen in Muskeln und Gelenken, faltiger oder trockener Haut, Altersflecken, verschwommenem Sehen (insbesondere in der Dunkelheit), verstopften und verhärteten Arterien, oder auch in Form von Gedächtnis- und Konzentrationsverlust.

Astaxanthin weist eine ganz besondere Molekularstruktur auf, die einen überlegenen antioxidativen Schutz vor Oxidation und entzündlichen Prozessen bietet. Dadurch besitzt Astaxanthin u. a. auch die Fähigkeit, mehrere Formen von freien Radikalen zu neutralisieren, während andere Antioxidantien wie Vitamin C oder Vitamin E in der Regel nur eine oder zwei Radikal-Formen neutralisieren können. Hinzu kommt, dass Astaxanthin nicht nur ein äußerst vielseitiges sondern auch ein außergewöhnlich starkes Antioxidans ist. Zusätzlich zu diesen an sich schon beeindruckenden Eigenschaften konnte mittlerweile in mehreren Studien gezeigt werden, dass Astaxanthin offenbar in der Lage ist, Enzymsysteme zu aktivieren, die bei der Neutralisierung von hochreaktiven Sauerstoff-Radikalen eine wesentliche Rolle spielen (genauer: Superoxid-Dismutase (SOD) und Glutathion-Peroxidase (GPx)).

 

Bioverfügbarkeit und Akkumulation von Astaxanthin im menschlichen Körper

Reines Astaxanthin ist zwar leider nur schlecht in Wasser löslich, kann aber dennoch nach der Aufnahme aus dem Darm recht gut in verschiedenste Bereiche des Körpers transportiert und mit Hilfe geeigneter „Transporter-Moleküle” sowohl in fettlöslichen als auch in wasserlöslichen Umgebungen aktiv werden. Es wirkt dabei gleichzeitig im Innern unserer Zellen wie auch an bzw. in den Zellwänden. Vor allem aber kann Astaxanthin problemlos auch solche Organe und Gewebe versorgen und schützen, deren innerste Strukturen sich von anderen Antioxidantien nur schwerlich erreichen lassen (Gehirn, Auge, Gelenke, Zellkern/DNA). So können bspw. auch die Mitochondrien, unsere für die Leistungs- und Reparaturfähigkeit des Körpers so wichtigen Energiezentralen jeder Zelle, und insbesondere auch die Erbgut tragende DNA vor der Schädigung durch freie Radikale bewahrt werden.

Abgesehen davon kann Astaxanthin offenbar auch besser als viele andere Antioxidantien in besonders schutzbedürftigen Geweben quasi „auf Vorrat” anreichert werden, was einen kontinuierlichen Wirkungsaufbau ermöglicht und für eine nachhaltige, lang andauernde Schutzwirkung sorgt.

Dank all dieser hier oder weiter oben genannten Eigenschaften besitzt Astaxanthin insgesamt eine deutlich bessere antioxidative Schutzwirkung gegenüber freien Radikalen und oxidativen Prozessen als die allermeisten anderen Antioxidantien.

 

Zwischenfazit:
Astaxanthin ist nicht nur ein außergewöhnlich starkes Antioxidans, sondern es kann Freie Radikale auf eine Art und Weise neutralisieren, wie es anderen Antioxidantien nicht möglich ist. Seine antioxidative Schutzwirkung zeigt sich im Innern unserer Zellen aber auch außerhalb davon — und das selbst in Organen und Geweben, die sich durch andere Antioxidantien eher schlecht als recht schützen lassen (z. B. Gehirn, Augen, Gelenke und besonders empfindliche Zellbestandteile wie die DNA oder die Zellmembran).

Letztlich ist es genau diese Kombination aus Stärke und Vielseitigkeit, die Astaxanthin zu einem so einzigartigen Antioxidans macht!

Astaxanthin gegen Entzündungen

Studien zeigen: Astaxanthin setzt wichtige Entzündungsmarker herab und verlangsamt so die Bildung von Entzündungen bzw. die Produktion von schmerzauslösenden Enzymen.

In einer Studie mit Freiwilligen, die Astaxanthin für 2 Wochen einnahmen, sank der C-Reactiv-Protein-Spiegel (CRP-Spiegel) in dieser Zeit sehr schnell ab. CRP ist ein entscheidender Entzündungsmarker im Körper, und ein hoher CRP-Spiegel beeinträchtigt u. a. (auch) die Herzgesundheit. Astaxanthin kann antientzündlichen Schutz von Haut (Sonnenschutz), Gelenken, Herz, Gefäßen und Organen (z. B. Magen) bieten und ist auch bei Diabetes Typ II und zu hohem Blutdruck zu empfehlen. Die Schmerzintensität konnte beispielsweise auch bei einem Karpaltunnelsyndrom bereits nach 4 Wochen reduziert werden.

Astaxanthin sorgt für bessere Blutfettwerte und hindert LDL-Cholesterin an der Verklumpung

Astaxanthin zeigt große Wirkung bei zu hohen Cholesterinwerten. So hat eine Studie gezeigt, dass der LDL-Spiegel bei übergewichtigen Personen nach nur 12 Wochen Astaxanthin-Einnahme signifikant niedriger lag. Eine andere Studie zeigte, dass Astaxanthin HDL („gutes Cholesterin”) anhebt und Triglyceride senkt.

Doch nicht nur die Blutfettwerte selbst werden verbessert, denn Astaxanthin unterstützt auch die Gesundheit der Arterien. Studien deuten darauf hin, dass es dazu beiträgt, die Oxidation von LDL-Cholesterin zu verhindern, wodurch dieses keine Klumpen bilden und die Arterien verstopfen kann. Dieses „Durchputzen” der Arterien sorgt außerdem für eine bessere Blutzirkulation.

Nutzen von Astaxanthin für den Bewegungsapparat (Muskeln und Gelenke)

Schutz der Gelenke: flexibel und geschmeidig bleiben, Arthrose vermeiden

Damit Gelenke auch im Alter flexibel und geschmeidig bleiben und wir Bewegungen wie gewohnt und ohne Schmerz ausführen können, sollte alles daran gesetzt werden, die Knorpel gesund zu erhalten — und ein großer Teil davon besteht darin, etwas gegen oxidativen Stress im Knorpel-Kollagen zu unternehmen! Andernfalls können die permanenten Attacken freier Radikaler dazu führen, dass sich das Knorpelgewebe abbaut, was dann wiederum früher oder später zu quälenden Gelenkschmerzen führen kann. Nicht selten kommt es in diesem Zuge auch zu chronischen Muskelverspannungen und anderen Folgeproblemen, weil der gesamte Bewegungsapparat dazu genötigt wird, eine Schonhaltung einzunehmen.

Nun gibt es natürlich auch Leute, die felsenfest behaupten, dass derartige Schmerzen und Bewegungseinschränkungen unvermeidliche Bestandteile des Alterns wären. Doch die bisherigen Erfahrungen mit Astaxanthin zeigen, dass dies keineswegs der Fall sein muss! — Denn im Kampf gegen den Verfall von Gelenkknorpeln durch oxidative Prozesse hat sich Astaxanthin als deutlich effektiver und wirkungsvoller erwiesen als jedes andere Antioxidans:

Eine Studie der University of Memphis hat herausgefunden, dass Astaxanthin selbst nach anstrengendem körperlichen Training eine lindernde Wirkung hat. Eine weitere Studie im Journal of the American College of Nutrition berichtet über Schmerzverminderung und größere Mobilität bei Menschen mit Gelenkschmerzen nach einer Einnahmezeit von Astaxanthin von nur 8 Wochen.

 

Verbesserte Leistungsfähigkeit und Regeneration der Muskulatur

Mittlerweile mehren sich auch die wissenschaftlichen Nachweise für die eingangs geäußerte Vermutung, dass Astaxanthin auch die Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Regeneration der Muskulatur signifikant verbessern kann, insbesondere bei sportlichen Aktivitäten. Entsprechende Studien berichten beispielsweise von einer Leistungssteigerung bei Ausdauersportarten (Laufen, Radfahren) sowie von höheren Leistungswerten bei VO2-max Belastungstests.

Als Ursache dieser Leistungssteigerung werden zwei Gründe vermutet, die in unabhängigen Studien bestätigt werden konnten: Zum einen werden die Muskeln nach der Einnahme von Astaxanthin offenbar besser mit Sauerstoff versorgt. Zum anderen scheint sich Astaxanthin aus bisher nicht vollständig geklärten Gründen auch positiv auf die allgemeine Belastbarkeit der Muskeln auszuwirken, was diese wiederum leistungsfähiger und weniger anfällig für Ermüdungs­erscheinungen und Verletzungen macht.

Insbesondere letzteres wird auch durch die Ergebnisse einer Studie mit Arthritis-Patienten bestätigt, in der der Einfluss von Astaxanthin auf die Erholung der Muskulatur und der Gelenke nach dem Sport untersucht wurde. Darin wurde bei über 80% der Versuchspersonen nach der Einnahme von Astaxanthin eine deutliche Besserung der (zuvor vorhandenen) Beschwerden erreicht. Eine andere Studie berichtet davon, dass auch bei Patienten mit Karpaltunnelsyndrom die Schmerz-Intensität und -Häufigkeit bereits nach 4 Wochen reduziert werden konnte.

Astaxanthin für ein gutes Gedächtnis

Es ist längst bekannt, dass unsere Gehirnzellen und die dazwischen verlaufenden Verbindungen besonders empfindlich auf oxidativen Stress reagieren, und dass die dadurch verursachten Schäden zu Gedächtnisverlust und anderen kognitiven Problemen führen können. Dennoch fallen im Gehirns tagtäglich große Mengen an Freien Radikalen an, nicht zuletzt auch aufgrund der überproportional großen Mengen an Energie, Sauerstoff und anderen Substanzen, die selbst während des Schlafes im Innern unseres Denkorgans permanent verstoffwechselt werden müssen, damit das Hirn all seine Aufgaben erfüllen kann.

Astaxanthin ist aufgrund seiner charakteristischen Eigenschaften geradezu dafür prädestiniert, Freie Radikale im Innern des Gehirns zu eliminieren. Erstens kann Astaxanthin die Blut-Gehirn-Schranke deutlich leichter überwinden als viele andere Antioxidantien. Zweitens kann Astaxanthin natürlich auch durch seine enorm starke antioxidative Kapazität und seine Vielseitigkeit überzeugen. Und drittens besteht das menschliche Gehirn zu knapp 60 % aus verschiedensten Fettverbindungen, so dass eine fettlösliche Substanz wie Astaxanthin hier natürlich einen gewissen „Heimvorteil” gegenüber wasserlöslichen bzw. lipophoben Antioxidantien ausspielen kann.

Astaxanthin schützt die Augen

UV-Licht und der dadurch verursachte oxidative Stress können das Sehvermögen entscheidend negativ beeinflussen. Studien zeigen, dass Astaxanthin helfen kann, die Augen vor solchen Schäden zu bewahren, und dass Astaxanthin hierfür besser geeignet als jedes andere Antioxidans. Dies hat zwei Gründe: Erstens zählt Astaxanthin — neben einigen anderen Carotinoiden wie z. B. Lutein, Zeaxanthin und Vitamin A — zu den wenigen Antioxidantien, die überhaupt in der Lage sind, die Blut-Netzhaut-Schranke zu überschreiten und damit auch tatsächlich ins Innere des Auges vorzudringen; und zweitens verfügt Astaxanthin über eine deutlich stärkere antioxidative Leistungsfähigkeit als alle anderen Carotinoide (s. o.), die nachweislich etwas zum Schutz der Augen vor UV-Licht und Freien Radikalen beitragen können.

Ein klassisches Beispiel für die Notwendigkeit, die Augen rechtzeitig vor oxidativem Stress zu schützen, ist die gefürchtete Makula-Degeneration, d. h. eine permanente Schädigung der Netzhaut im Bereich der Makula (vgl. Makula-Degeneration ausbremsen und Sehkraft erhalten). Der Schutz der Makula ist deshalb so wichtig, weil die weiter vorne im Auge gelegene Linse ihren Brennpunkt stets auf die Makula fokussiert, so dass die von außen einfallenden Lichtstrahlen dort (in der Makula) besonders stark gebündelt werden. Folglich sind nur die Sinneszellen im Bereich der Makula in der Lage, wirklich scharfe und detailreiche Bilder ans Gehirn zu liefern. Gleichzeitig, und aus genau dem selben Grund, ist die Makula allerdings auch einer viel stärkeren Belastung durch UV-Strahlung — und somit auch einer deutlich stärkeren Belastung durch Freie Radikale — ausgesetzt als jeder andere Bereich der Netzhaut.

Astaxanthin gegen vorschnelles Altern der Haut (Schutz vor Sonnenbrand und Fältchenbildung)

Mit der Einnahme von Astaxanthin können wir die Haut vor ihrem größten Feind bewahren: oxidativer Stress, der durch Freie Radikale verursacht wird, und der die Haut vorschnell altern lässt. Die Folge solcher Alterungsprozesse sind hinlänglich bekannt: Die Haut verliert zunehmend an Elastizität, wirkt nicht mehr ganz so glatt und geschmeidig wie früher, regeneriert sich langsamer und neigt schließlich auch zu vermehrter Fältchenbildung.

Diese Effekte zeigen sich besonders deutlich bzw. werden bekanntermaßen beschleunigt, wenn die Haut allzu häufig oder über eine allzu lange Zeit starkem, UV-reichen Sonnenlicht ausgesetzt wird; denn an sonnenreichen Tagen kann die energiereiche UV-Strahlung problemlos mehrere Millimeter tief in die obersten Hautschichten eindringen. Dort gibt die UV-Strahlung ihre Energie schließlich an das Gewebe ab, indem einige der dort befindlichen Moleküle sprichwörtlich in zwei Stücke gerissen werden, wodurch dann letztlich (je nach Art und Menge der Bruckstücke) eine entsprechend große Anzahl Freier Radikale freigesetzt wird.

Die auf diese Weise entstehenden bzw. entstandenen Freien Radikale sind übrigens auch der Grund dafür, warum es nach einem zu intensiven Sonnenbad zu einem Sonnenbrand kommt; und jedes Kind weiß, wie schädlich solch ein Sonnenbrand für die Gesundheit unserer Haut ist.

Astaxanthin kann aufgrund seiner Molekülstruktur besonders leicht in die Haut vordringen und dort auch bis zu einem gewissen Grad quasi „auf Vorrat” eingelagert werden. Dadurch eignet sich Astaxanthin ganz hervorragend, um die Hautzellen vor einer Schädigung durch Freie Radikale zu bewahren, egal ob dieser oxidative Stress eine „innere” Ursache hat oder „von außen” durch UV-Licht verursacht worden ist.

Astaxanthin als Nahrungsergänzung: Qualitätsmerkmale und Anwendungshinweise

Qualitätsmerkmale

Die beste Rohstoffquelle für hochwirksame Astaxanthin-Präparate ist nach wie vor die Mikroalge Haematococcus pluvialis.

(Photobioreaktor-Array für Haematococcus pluvialis, Quelle: bioeconomica.info)

Um einen gleichbleibend hohen Wirkstoffgehalt im Endprodukt gewährleisten zu können, und auch um Verunreinigungen zu vermeiden (z. B. durch Umweltgifte oder durch Rückstände anderer Mikroorganismen), sollten bzw. müssen die Astaxanthin produzierenden Algen allerdings unter standardisierten, weitgehend sterilen Bedingungen in geschlossenen Photobioreaktoren kultiviert und schonend verarbeitet werden. Dieser Prozess erfordert nicht nur viel biotechnisches know-how sondern auch hochgradig spezialisierte Produktionsanlagen, die sich für die Aufzucht und Verarbeitung von Haematococcus pluvialis eignen.

All das spiegelt sich natürlich auch in den Herstellungskosten für die Gewinnung dieser biologisch hochwertigsten und natürlichsten Form von Astaxanthin aus Haematococcus pluvialis wider. Als kostengünstigere Alternative kommt daher oftmals auch Astaxanthin zum Einsatz, das synthetisch hergestellt oder mit Hilfe von Hefepilzen erzeugt wurde. Dieses billige Astaxanthin hat jedoch einen ganz entscheidenden Nachteil: Es besteht zu 75-100% aus Stereoisomeren, die im Hinblick auf ihren ernährungs­physiologischen Nutzen deutlich weniger zu leisten vermögen als das „Original” (3S,3’S)-Astaxanthin, das von der Mikroalge Haematococcus pluvialis produziert wird.

Schauen Sie also nicht nur auf den Astaxanthin-Gehalt oder auf den Preis eines Produkts, sondern vor allem auf die Qualität und Herkunft des darin enthaltenen Astaxanthins!

Das bedeutet in der Praxis:

  • Achten Sie beim Kauf von Nahrungsergänzungen darauf, dass das darin enthaltene Astaxanthin unter kontrollierten Bedingungen aus der Mikroalge Haematococcus pluvialis gewonnen wurde. — Präparate, die lediglich die o. g. minderwertigen Astaxanthin-Stereoisomere enthalten, sind zwar oftmals billiger in der Anschaffung, bieten jedoch keinen besonderen Mehrwert für den Konsumenten.
  • Das selbe gilt auch für die biologische Wertigkeit des Astaxanthins, das über den Verzehr von Lachs oder Krustentieren aufgenommen werden kann; denn die Futtermittel, die bei der Aufzucht dieser Tiere in so genannten „Fischfarmen” Verwendung finden, enthalten fast ausschließlich die billigen und biologisch minderwertigen Astaxanthin-Stereoisomere. — Hier sollten Sie besser auf Wildlachs oder Krillöl zurückgreifen.

 

Anwendungshinweise

Als sinnvolle Tagesdosis werden üblicherweise 4 bis 12 mg Astaxanthin empfohlen. Die uns bekannten Studien und Erfahrungsberichte deuten darauf hin, dass die regelmäßige Zufuhr einer moderaten Tagesmenge über mehrere Wochen zu einem kontinuierlichen Wirkungsaufbau führt, und dass die dabei beobachteten Langzeiteffekte stärker ausfallen und länger anhalten als der kurzzeitige Nutzen im Fall einer einmaligen oder sporadischen Einnahme einer besonders hohen Einzeldosis von 12-20 mg.

Dem entsprechend gibt es eigentlich keinen vernünftigen Grund dafür, mehr als 12 mg Astaxanthin pro Tag einzunehmen. Viel wichtiger ist, dass Astaxanthin aufgrund seiner schlechten Löslichkeit in Wasser am besten zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen werden sollte, damit der Darm das Astaxanthin besser absorbieren kann.

Zusammenfassung und Fazit

Astaxanthin verfügt über beeindruckende Fähigkeiten als Antioxidans. Hierbei sind gleich mehrere Dinge erwähnenswert, die Astaxanthin gegenüber anderen Antioxidantien auszeichnen:

  • Astaxanthin zählt zu den stärksten bekannten Radikalfängern überhaupt.
  • Astaxanthin ist in der Lage, relativ viele verschiedene Arten von Freien Radikalen zu neutralisieren (und kann dabei auch andere Antioxidantien regenerieren).
  • Astaxanthin unterstützt die Aktivierung körpereigener antioxidativer Schutzsysteme (SOD, Glutathion).
  • Astaxanthin eignet sich hervorragend für die Bekämpfung oxidativer Prozesse, bei denen die meisten anderen Antioxidantien an ihre Grenzen stoßen (Augen, Haut, Gehirn, Cholesterin-Haushalt, Zellmembranen, DNA/Erbgut, Mitochondrien).
  • Astaxanthin kann offenbar besser als viele andere Antioxidantien in besonders schutzbedürftigen Geweben quasi „auf Vorrat” anreichert werden, was einen kontinuierlichen Wirkungsaufbau ermöglicht und für eine nachhaltige Schutzwirkung sorgt.

Darüber hinaus mehren sich auch die Beweise dafür, dass Astaxanthin die Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Regeneration von Muskeln und Gelenken signifikant fördern kann. Dies mag zum einen an der beeindruckenden Schutzwirkung von Astaxanthin als Antioxidans liegen, zum anderen aber auch an seinen anti-entzündlichen Eigenschaften oder an weiteren, zusätzlichen Wirkmechanismen, die immer noch Gegenstand der aktuellen Forschung sind.

All diese schützenden und stärkenden Eigenschaften machen Astaxanthin zu einem unverzichtbaren, ja sogar überlebenswichtigen Vitalstoff für die Mikroalge Haematococcus pluvialis und deren natürlich „Fressfeinde” wie z. B. den Wildlachs, der tagelang unermüdlich gegen den Strom schwimmen kann und sich dabei weder von Stromschnellen noch von Wasserfällen aufhalten lässt.

Die beste Möglichkeit, damit auch Sie von den außergewöhnlichen und z. T. einzigartigen Fähigkeiten profitieren können, die Astaxanthin nicht nur den o. g. Algen und Meerestieren sondern auch dem Menschen verleiht, ist die Einnahme einer hochwertigen Nahrungsergänzung mit Astaxanthin aus der Mikroalge Haematococcus pluvialis.

 

Literaturliste:

[1] Nakagawa K et al. (2011). Antioxidant effect of astaxanthin on phospholipid peroxidation in human erythrocytes. Br J Nutr 105(11):1563-71.

[2] Grimmig B et al. (2017). Neuroprotective mechanisms of astaxanthin: a potential therapeutic role in preserving cognitive function in age and neurodegeneration. GeroScience 39(1):19-32.

[3] Chew B et al. (2010). Astaxanthin decreased oxidative stress and inflammation and enhanced immune response in humans. Nutrition & Metabolism 7(1).

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[5] Sawaki K et al. (2002). Effect of astaxanthin on sports performance – Effect on visual function and muscle fatigue recovery in athletes. J Clin Ther & Med 18:1085-99.

[6] Guerin M et al. (2003). Haematococcus astaxanthin: applications for human health and nutrition. Trends Biotechnol 21(5):210-6.

[7] Nir Y, Spiller G (2002). Effect of an astaxanthin-containing product on carpal tunnel syndrome. J American College of Nutr 21(5).

[8] Spiller G et al. (2006). Effect of daily use of natural astaxanthin on symptoms associated with Tennis Elbow (lateral humeral epicondylitis). Cyanotech Corporation.

[9] Nagaki Y et al. (2002). Effects of astaxanthin on accommodation, critical flicker fusion, and pattern visual evoked potential in visual display terminal workers. J Trad Med 19:170-3.

[10] Nakamura A et al. Lectures of the 57th Congress of Clinical Ophthalmology of Japan.

[…] … und weitere …

 

 

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