Alle Zellen unseres Körpers sind auf eine kontinuierliche Energieversorgung angewiesen, um ihre Arbeit erfüllen zu können. Um genügend Energie für all ihre inneren Stoffwechselprozesse produzieren zu können, benötigt jede Zelle unter anderem Zucker, Sauerstoff und NADH, auch als Coenzym 1 bezeichnet. Je mehr NADH einer Zelle zur Verfügung steht, desto effizienter kann sie Energie produzieren. Bei erhöhter körperlicher oder geistiger Belastung kann eine ergänzende Einnahme von NADH die Energieversorgung der Zellen unterstützen und so Vitalität und Leistungsfähigkeit fördern.
Die unmittelbare Energiequelle aller biochemischen Abläufe, bei denen unser Körper die dafür auf molekularer Ebene benötigte Energie aktiv bereitstellen muss, ist das Adenosintriphosphat (ATP). Dieses energiereiche Molekül wird für nahezu alle biologischen Prozesse benötigt, die uns lebendig machen – von Muskelbewegungen über die Reizweiterleitung im Nervensystem bis hin zu Aufbau- und Reparaturvorgängen in den Zellen. Da ATP nur in sehr geringen Mengen gespeichert werden kann, muss es kontinuierlich neu gebildet werden.
Wie wichtig diese Fähigkeit ist, permanent neues ATP erzeugen zu können, zeigt sich auch darin, dass der tägliche ATP-Grundumsatz beim Menschen in etwa dem eigenen Körpergewicht entspricht. Unser Körper muss also jeden Tag rund 60-80 kg ATP produzieren, um überhaupt am Leben bleiben zu können. Bei intensiver Muskelarbeit (z. B. Sprinten oder schweres Krafttraining) kann der momentane Energiebedarf sogar auf bis zu 0,5 kg ATP pro Minute ansteigen, was in etwa dem 10-fachen des normalen Grundumsatzes im Ruhezustand entspricht!
Für die Erzeugung von ATP benötigen unsere Zellen neben Zucker und Sauerstoff vor allem auch NADH (= Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid-Hydrid, das sogenannte Coenzym 1). Eine gute Versorgung mit NADH unterstützt also den gesamten Körper, indem es zu einer effizienten ATP-Produktion beiträgt. In anderen Worten: Die gezielte Einnahme von NADH ermöglicht es unseren Zellen, mehr ATP zu erzeugen, und dadurch nicht nur die Leistungsfähigkeit einzelner Zellen sondern unser gesamtes Wohlbefinden enorm steigern.
Das Coenzym 1 und seine Funktion: So erhöht NADH die ATP-Konzentration!

NADH (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid-Hydrid) ist die reduzierte, energiereiche Form von NAD und kommt in allen lebenden Zellen vor. Als Coenzym 1 übernimmt es eine zentrale Aufgabe in den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zelle. Dort überträgt NADH energiereiche Elektronen innerhalb der mitochondrialen Atmungskette und ermöglicht so die Bildung von ATP, dem universellen Energieträger des Körpers. Besonders stoffwechselaktive Zellen – etwa in Gehirn, Herz und Muskulatur – haben deshalb einen überdurchschnittlich hohen Bedarf an NADH.
NADH ist somit das wichtigste Coenzym im Körper und trägt deshalb die Ziffer „1“. Je mehr NADH eine Zelle zur Verfügung hat, desto mehr Energie kann sie produzieren. Erfordert der eigene Lebensstil mehr Energie, Vitalität und geistige Aktivität, dann kann die Einnahme von NADH unterstützend wirken. Bei krankhaften körperlichen Zuständen, die auf einen Energieverlust der Zellen zurückzuführen sind, kann die Einnahme einen spürbaren Unterschied machen.
Woher bezieht der Körper NADH?
Der Großteil des NADH, den der Körper benötigt, wird durch den Energiestoffwechsel in den Zellen selbst hergestellt. Unter normalen Bedingungen wird geschätzt, dass der Körper über 95% des NADH selbst produziert. Diese Menge reicht bei einem jungen, gesunden Menschen aus, um die zellulären Energie-Anforderungen zu decken.
In geringen Mengen ist NADH auch in Lebensmitteln enthalten, vor allem in tierischen Produkten wie Fleisch, Geflügel und Fisch. Pflanzliche Lebensmittel enthalten weniger NADH. Die Menge, die über die Nahrung aufgenommen wird, ist jedoch sehr klein. Zudem wird NADH beim Kochen und durch die Verdauung (z. B. durch Magensäure) schnell abgebaut, wodurch die tatsächliche Aufnahme weiter reduziert wird.
Wieviel NADH benötigt ein Mensch täglich?
Ein durchschnittlicher Mensch verbraucht etwa 10.000 bis 11.000 Millimol ATP pro Tag, abhängig von Aktivitätsgrad und Stoffwechsel. Da NADH eine zentrale Rolle bei der ATP-Produktion spielt, kann man die Menge des produzierten NADH abschätzen, indem wir den Energiebedarf und die ATP-Produktion betrachten:
- Pro ATP-Molekül, werden etwa 0,4 NADH-Moleküle benötigt.
- Bei einem täglichen Bedarf von 11.000 mmol ATP (für einen Menschen von etwa 80 kg) bedeutet das, dass etwa 4.400 mmol NADH täglich produziert werden müssen, um diesen Bedarf zu decken.
- Wenn der Körper 4.400 mmol NADH täglich produziert, entspricht das einem Gewicht von etwa 2,8 Gramm NADH pro Tag.
Der Körper ist also weitestgehend auf seine eigene Fähigkeit zur NADH-Produktion angewiesen, damit ATP in unseren Zellen gebildet werden kann. So lange wir jung sind, funktionieren diese Prozesse meist einwandfrei. Mit zunehmenden Alter kann es jedoch zu einer Unterversorgung dieses wichtigen Sto es kommen. Dann kann die gezielte Einnahme von NADH als Nahrungsergänzung eine Erhöhung von ATP in den Zellen bewirken.
NADH: ein Wirkstoff gegen das Altern?

Altern ist ein komplexer biologischer Prozess, der mit einer allmählichen Abnahme der Leistungsfähigkeit von Zellen, Geweben und Organen einhergeht. Mit zunehmendem Alter sinken die NADH- und Energiespiegel in den Zellen. Eine verminderte Energieproduktion beeinträchtigt die Zellfunktion und kann Degenerationsprozesse beschleunigen. Da insbesondere Gehirn, Herz und Muskulatur einen hohen Energiebedarf haben, gehören sie zu den Geweben, die besonders empfindlich auf eine nachlassende Energieversorgung reagieren. Eine optimale Funktion der Mitochondrien gewinnt deshalb mit zunehmendem Alter an Bedeutung.
Weiteres Potential gegen das Altern erhält NADH durch seine Eigenschaften als eines der stärksten körpereigenen Antioxidantien. Aufgrund dieser Eigenschaft kann NADH unsere Zellen (und insbedondere auch die darin arbeitenden Mitochondrien) vor oxidativem Stress schützen,, indem es Freie Radikale neutralisiert.
Der Nutzen von NADH für die psychische und neurologische Gesundheit

NADH ist an der Bildung wichtiger Neurotransmitter wie Dopamin, Serotonin und Noradrenalin beteiligt, wodurch sich zahlreiche Gehirnfunktionen, die unser körperliches und psychische Wohlbefinden steuern, positiv beeinflussen lassen. Und tatsächlich zeigten entsprechende Studien unter anderem Erfolge bei leichten Depressionen, Wechseljahresbeschwerden, Parkinson und Alzheimer sowie auch in der Prävention weiterer neurologischer Erkrankungen.
Eine ausreichende Dopaminproduktion ist unerlässlich, damit unser Motivations- und Belohnungssystem normal arbeiten kann. Die Ausschüttung von Dopamin hat also maßgeblichen Einfluss darauf, wann bzw. wie sehr wir uns für bestimmte Aktivitäten begeistern können und wie viel Zufriedenheit wir dadurch erlangen. Darüber hinaus ist Dopamin u. a. auch an Regenerations- und Wachstumsprozessen beteiligt sowie an der Steuerung normaler Sexualfunktionen (Libido). Ein Dopaminmangel kann hingegen zu Antriebslosigkeit, depressiven Verstimmungen, Gedächtnisstörungen, verringerter Libido, und letztlich auch zu Störungen der (Fein-)Motorik führen. Zudem wird das so genannte Parkinson-Syndrom, eine schwere neurologische bzw. neurodegenerative Erkrankung, mit einem Dopaminmangel in Verbindung gebracht und daher üblicherweise durch die Gabe von Dopamin-steigernden Medikamenten behandelt.
Bereits 10 bis 20 Milligramm NADH täglich können den Dopaminspiegel deutlich erhöhen und dadurch die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit verbessern, positive Emotionen fördern und das Risiko für ein Auftreten der o. g. neurologischen Probleme reduzieren.
Desweiteren kann die tägliche Einnahme von NADH auch die Produktion von Serotonin ankurbeln. Die vermehrte Ausschüttung dieses Neurotransmitters sorgt u. a. dafür, das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensfreude zu fördern. Ein dauerhafter Mangel an diesem Botenstoff kann hingegen zu einem vermehrten Auftreten von depressiven Verstimmungen oder Angstzuständen führen, woraufhin das Gehirn dann wiederum noch weniger Anreize erhält, die Serotonin-Produktion wieder auf ein normales, gesundes Maß hochzufahren, um aus diesem Teufelskreis ausbrechen zu können.
Das Potential von NADH bei akuten und chronischen Erschöpfungszuständen

Aufgrund seiner förderlichen Effekte auf die zelluläre Energieproduktion ist NADH — wie bereits oben näher erläutert — durchaus dazu geeignet, die allgemeine Leistungsfähigkeit sowohl auf körperlicher als auch auf kognitiver Ebene signifikant zu steigern.
So kann NADH beispielsweise eingesetzt werden, um das eigene Durchhaltevermögen in akuten Belastungsphasen zu erhöhen, z. B. bei Jetlag, Schlafmangel, oder um bei sportlichen Aktivitäten mehr Energie mobilisieren zu können.
Ein weiteres Einsatzgebiet von NADH betrifft Personen, die selbst bei einfachsten alltäglichen Aufgaben und Aktivitäten „unerklärlich” schnell und häufig an ihre eigenen Belastungsgrenzen stoßen, so wie dies beispielsweise bei einem chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS) oder auch im Zuge einer Long-Covid-Erkrankung sowie bei sonstigen chronischen Störungen des Energie-Stoffwechsels der Fall sein kann. Hier kann NADH dabei helfen, Phasen der Erschöpfung oder Müdigkeit leichter zu überwinden bzw. die Dauer, Häufigkeit und Intensität solcher Zustände zu verringern..

















































































































