Fastenkuren haben viele nützliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Zum einen hat der Körper während einer mehrtägigen Fastenzeit deutlich weniger damit zu kämpfen, Blutzucker-Spitzen abfedern zu müssen, sondern wird stattdessen zum Abbau unnötiger Fettreserven angeregt. Zum anderen, und vielleicht noch viel wichtiger(!), kann sich unser Körper während einer Fastenkur nicht nur nachts sondern auch tagsüber maximal viel Zeit für die Erholung und Regeneration der Verdauungsorgane gönnen, anstatt „allzeit bereit” feste Nahrung verdauen zu müssen. Folglich bieten sich regelmäßige Fastenkuren u. a. auch dafür an, das Mikrobiom (d. h. die Gesamtheit aller nützlichen oder schädlichen Keime in unserer Darmflora) zu normalisieren. — Nichtsdestotrotz bleibt der Körper natürlich auch während des Fastens weiterhin auf eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Mikronährstoffen angewiesen, damit es im Verlauf der Fastenzeit niemals zu einen Mangel an lebensnotwendigen Mineralien und Spurenelementen, Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen etc. kommt, sobald die körpereigenen Reserven infolge der fehlenden Nahrungszufuhr irgendwann ausgeschöpft sind. Als hervorragende Alternative bzw. Zwischenlösung bietet sich daher das so genannte „Saftfasten” mit fermentierten Gemüsesäften an; diese Strategie sorgt u. a. auch dafür, dass unsere unverzichtbare Darmflora während des Fastens nicht „verhungern” muss.
Inhaltsverzeichnis:
Saftfasten: Verdauungsorgane entlasten, ohne dabei die Darmflora und Mikronährstoff-Speicher auszulaugen Aufbau und Ablauf der Saftkur- Entlastungstag vor Beginn der Saftkur
- Während des Saftfastens (Tag 1-3)
- Aufbautage nach dem Saftfasten
- Fastenkuren entlasten den gesamten Verdauungsapparat!
- Was hindert uns also daran, regelmäßig zu fasten?
- Aktuell (wieder) im Trend: Intervallfasten bzw. intermittierendes Fasten
Saftfasten: Verdauungsorgane entlasten, ohne dabei die Darmflora und Mikronährstoff-Speicher auszulaugen
Beim Saftfasten wird — ebenso wie beim klassischen „Wasserfasten” — über einen Zeitraum von 3 oder mehr Tagen komplett auf feste Nahrung verzichtet.
Allerdings muss der Körper während solch einer Saftfasten-Kur nicht allein von Wasser, Luft und Liebe leben, denn beim Saftfasten wird ein Großteil des täglichen Flüssigkeitsbedarfs über milchsauer fermentierte Gemüsesäfte gedeckt. Auch ungesüßter Kräutertee ist natürlich „erlaubt”. Hierbei sind der eigenen Kreativität grundsätzlich kaum Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass die während der Saftkur verzehrten Getränke möglichst wenig Zucker enthalten, dafür aber umso reicher an Mikronährstoffen sind.
Dieser vergleichsweise sanfte Ansatz vermeidet gleich drei Sollbruchstellen, die bei anderen Formen des Fastens oftmals einen unerwünschten „Beigeschmack” hinterlassen:
- Erstens kann der Körper auch während des Saftfastens laufend mit einem gewissen Maß an Mineralien und Spurenelementen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt werden.
- Zweitens wird das Mikrobiom im Verlauf einer Fastenkur mit milchsauer fermentierten Gemüsesäften nicht etwa „radikal ausgehungert” sondern vielmehr dazu angeregt, sich zu normalisieren; denn die allermeisten nützlichen Darmbakterien können sich relativ gut mit dieser Form des Fastens arrangieren, während schädlichen Darmkeimen hierbei systematisch ihre Hauptnahrungsquelle (Zucker und unverdaute Speisereste) entzogen wird.
- Drittens stehen beim Saftfasten jeden Tag mehrere unterschiedliche „Saft-Mahlzeiten” auf dem Programm; und folglich ist auch der psychische Druck, die Fastenkur aufgrund mangelnder oder zu eintöniger Geschmackserlebnisse abbrechen zu wollen, im Vergleich zu anderen Formen des Fastens relativ gering ausgeprägt.
Warum Saftfasten?
Eine Fastenkur mit milchsauer fermentierten Gemüsesäften hat viele Vorteile:- Mehr Genuss und weniger Verzicht als beim klassischen „Wasserfasten”
- Auflösen von ungünstigen Ernährungsgewohnheiten
- Etablieren von positiven Routinen im Alltag
- Entlastung der Verdauungsorgane
- Pflege eines gesunden Mikrobioms (Darmflora)
- Stimmung und Schlaf günstig beeinflussen
- Achtsamkeit für die eigenen Bedürfnisse schärfen
- Gewicht reduzieren
- Körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verbessern
Warum milchsauer fermentierte Gemüsesäfte?
Milchsauer fermentierte Gemüsesäfte enthalten im Gegensatz zu anderen Säften kaum Zucker. Außerdem entstehen im Zuge des Fermentationsprozesses diverse Stoffe, die den Aufbau und Erhalt einer gesunden Darmflora fördern. Überhaupt sollte während des Fastens — egal nach welcher Methode — grundsätzlich auf Getränke oder andere „flüssige Zwischenmahlzeiten” verzichtet werden, die irgendeine Form von Zucker enthalten: Ein Zuviel an „normalem” Zucker (Glukose) ist nicht nur allgemein ungesund, sondern dient auch als Substrat für viele schädliche Darmkeime aus der Gruppe der Bakterien und Hefepilze. Außerdem würde ein beständiger Nachschub von Glukose verhindern, dass sich der Energiehaushalt während des Fastens in sinnvoller Weise regulieren kann (Stichwort: Blutzuckerspitzen und darauf folgende Heißhunger-Attacken; Umstellung von Zuckerstoffwechsel auf Fettverbrennung). Ähnliches gilt übrigens auch für andere Arten von Zuckermolekülen, denn auch Milchzucker (Laktose) und Fruchtzucker (Fruktose) können bei manchen Menschen Probleme auf Ebene des Mikrobioms oder bei der nachgeschalteten Verstoffwechselung der Abbauprodukte hervorrufen. Folglich sollten Sie während der Fastenzeit möglichst auch komplett auf Fruchtsäfte, obstlastige Smoothies, Milchshakes und so genannte Softdrinks (Limonade & Co.) verzichten, ebenso wie auf die Angewohnheit, Kaffee oder Tee mit Milch und Zucker zu verfeinern.
Wenn Sie während des Saftfastens zwischendurch — neben den hier empfohlenen, milchsauer fermentierten Gemüsesäften — einmal Lust auf einen frisch gepressten Saft oder auf eine Smoothie-Eigenkreation bekommen, dann setzen Sie bei der Auswahl geeigneter Zutaten am besten auf einen möglichst hohen Anteil an Gemüse. Ggf. können Sie Ihr Rezept auch durch Beigabe einer kleinen Menge vitaminreicher Früchte geschmacklich abrunden, aber vergessen Sie dabei nicht: Auch saure Früchte können sehr viel Zucker enthalten — und Zucker zählt eben zu denjenigen Dingen, auf die Sie im Rahmen der hier beschriebenen Saftkur aus den o. g. Gründen möglichst konsequent verzichten sollten!
Aufbau und Ablauf der Saftkur
Entlastungstag vor Beginn der Saftkur:
Zur Vorbereitung auf das Saftfasten hilft ein so genannter Entlastungstag, um den Einstieg in die Saftkur zu erleichtern.
Gut geeignet dafür ist z. B. ein Kartoffel-Tag. Hierbei werden bis zu 1,5 kg Kartoffeln als Pellkartoffeln zubereitet und über den Tag verteilt verzehrt. Auf Salz sollte verzichtet werden. Die Pellkartoffeln können durch geraspelte Möhre, Tomate, Blattsalat, Kräuter und Gewürze ergänzt werden. Sie können aber auch andere, leichte Gerichte verzehren. Wichtig ist nur, dass Sie am Entlastungstag möglichst keine schwer verdaulichen Mahlzeiten zu sich nehmen und auch insgesamt nicht allzu viel essen.
Während des Saftfastens (Tag 1-3):
Die hier beschriebene 3-Tage-Saftfasten-Kur besteht ausschließlich aus Gemüsesäften. Diese eignen sich besser als Fruchtsäfte, da Obst deutlich mehr Fruchtzucker enthält als Gemüse. Bei zu hohem Konsum von Fruchtzucker steigt der Blutzuckerspiegel, was den Fastenprozess stört. Wir empfehlen hierfür die milchsauer fermentierten Gemüsesäfte von Voelkel. Diese haben sich in der Praxis gut bewährt und sind in vier Sorten verfügbar:- Gemüse Balance
- Rote Bete Most
- Möhren Most
- Sauerkraut
Unser Angebotspaket „3-Tage-Saftfasten” enthält:
2 x 750 ml Gemüse Balance 2 x 500 ml Rote Bete Most 2 x 500 ml Möhren Most 2 x 500 ml Sauerkraut
Aufbautage nach dem Saftfasten:
Die traditionelle Art des Fastenbrechens ist der langsame Verzehr eines ganzen Apfels, z. B. gerieben, in kleinen Häppchen. Der Apfelrieb sollte möglichst gründlich gekaut werden.
Genau wie vor dem Saftfasten, erfolgt der Anteil fester Nahrung langsam: leicht verdauliche Kost, z. B. Porridge, Gemüsesuppen, Gemüsepfannen und Salate.
Idealerweise wird auch noch weiterhin auf Alkohol, Nikotin, Koffein, tierische Produkte, Zucker, Gluten und Milchprodukte sowie verarbeitete Produkte verzichtet.
Weitere nützliche Tipps, die das (Saft-)Fasten erleichtern:
Je besser die Vorbereitung, desto leichter und effektiver gelingt das Fasten
Wählen Sie für die Fastenkur eine Woche bzw. ein paar Tage aus, an denen Sie mit möglichst wenigen äußeren „Störfaktoren” rechnen müssen, die akute Hungergefühle auslösen könnten. Sorgen Sie also schon im Vorfeld dafür, dass Sie während des Fastens keine außergewöhnlich anstrengenden körperlichen Tätigkeiten verrichten müssen, und dass auch keine Besuche, Feiern oder sonstige Treffen anstehen, bei denen üblicherweise viel gegessen wird. Wenn Sie mögen, können Sie am Entlastungstag vor dem eigentlichen Beginn der Fastenkur eine Darmentleerung durchführen, damit der Körper schneller in den Fasten-Modus umschalten kann. Dafür eignet sich z. B. Glaubersalz. Wer es etwas sanfter angehen will, kann es auch mit 1-2 Gläsern Pflaumensaft auf nüchternen Magen probieren. Achten Sie aber in jedem Fall unbedingt darauf, im Anschluss an solche abführenden Maßnahmen ausreichend zu trinken, um den Flüssikeitsverlust danach zu kompensieren.Sorgen Sie für eine gute Balance zwischen Ruhe und Aktivität
In aller Regel können Sie während des Fastens ganz normal Ihrer täglichen Arbeit nachgehen und auch in normalem Umfang Sport treiben. Und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft ist sowieso immer vorteilhaft, auch an den Fastentagen. All diese Aktivitäten helfen dabei, während des Fastens körperlich und geistig in Schwung zu bleiben, anstatt allein aus purer Langeweile allzu oft ans Essen denken zu müssen. Hören Sie dennoch stets auf Ihren Körper und gönnen Sie sich ausreichend Pausen und Entspannung, um sich nicht mehr zuzumuten als Ihnen gut tut.Zusätzliche Maßnahmen, die den Körper bei der Reinigung und Regeneration unterstützen
Um den Lymphfluss und das Entwässern zu unterstützen, können Sie sich selber mit einer Bein- und Fußmassage etwas Gutes tun. Auch Wechselduschen oder Kneipp'sche Kniegüsse können belebend sein und unterstützend wirken. Das sogenannte „Ölziehen“ pflegt den Mund und kann die Entgiftung unterstützen (vorzugsweise mit pflanzlichem Bio-Speiseöl, z. B. Olivenöl, Leinöl, Kokosöl, oder Sesamöl). Nehmen Sie sich die Freiheit, etwas früher als sonst ins Bett zu gehen, um ausreichend viel Schlaf zu bekommen. — Denn Schlafen und Fasten haben eine Sache gemeinsam: Beide Tätigkeiten sind perfekt dazu geeignet, einen Zustand herzustellen, in dem sich Körper und Geist ungestört regenerieren und neu organisieren können.Falls Sie während des Fastens frieren sollten oder sich schlapp fühlen:
Gerade an den ersten Tagen einer Fastenkur kann es passieren, dass sich die Hände, die Füße, oder auch der ganze Körper tagsüber oder in der Nacht kälter als sonst anfühlen. Dabei handelt es sich in aller Regel um eine völlig unbedenkliche Anpassungsreaktion, die einen ganz einfachen (und durchaus gesundheitsförderlichen) Grund hat: Da Sie Ihrem Körper während des Fastens ganz bewusst weniger Kalorien von außen zuführen als er es gewohnt ist, muss sich der gesamte Stoffwechsel erst einmal darauf einstellen bzw. umstellen, körpereigene Fettreserven und Ketone zu „verbrennen” anstatt seinen Energiebedarf (wie sonst meist üblich) primär über den Abbau überschüssiger Kohlenhydrate (genauer: Zucker in Form von Glukose/Glykogen) decken zu können. — Und dies kann sich dann natürlich auch auf den Blutzuckerspiegel, und folglich auch auf die Thermogenese (= körpereigene Wärmeerzeugung) und auf den Blutdruck auswirken. Die Dauer dieser Anpassungsphase kann je nach Person einige Stunden oder auch mehrere Tage erfordern, bis sich der gesamte Energiestoffwechsel auf die neuen Rahmenbedingungen eingestellt hat. Manchmal hilft hierbei schon etwas Bewegung (z. B. ein kleiner Spaziergang, oder andere leichte körperliche Aktivitäten), um den Kreislauf, und somit auch den Blutdruck und den Wärmehaushalt, wieder auf Trab zu bringen. Wenn das nicht hilft, oder falls es für Sie gerade nicht in Frage kommt, mit etwas Bewegung „gegenzufeuern”, können selbstverständlich auch eine Kuscheldecke und Wärmflaschen gegen das Frieren helfen. Sollte der hier beschriebene Zustand dennoch, also trotz der o. g. Gegenmaßnahmen, länger andauern oder gar auf ein kritisches Maß hinsteuern, gilt dasselbe wie bereits weiter oben gesagt: Hören Sie auf Ihren Körper. Geben Sie ihm etwas Zeit, sich an die neue, ungewohnte Situation anzupassen, aber muten Sie sich nicht mehr zu, als Ihnen gut tut.Rezeptvorschläge für Gemüsebrühe und leckere Smoothies (während der Fastentage)
Gemüsebrühe (Basisrezept und Variationsmöglichkeiten)
Zutaten für 600 ml (3 Portionen):
- 2 große Möhren
- 3 Stangen Sellerie
- 1 Tomate
- 200 g Champignons oder andere Pilze
- 1 Stange Lauch
- asiatisch: Ingwer, Chili, Zitronengras.
- orientalisch: Kreuzkümmel, Kurkuma, Kardamom.
- mediterran: Oregano, Paprikapulver, Zwiebelpulver.
Smoothie mit Spinat, Möhrenmost, Melone und Banane
Zutaten für 1 Portion:
- 1 Banane
- 1 großer Spalt Melone (z. B. Honigmelone für etwas mehr Süße, oder Wassermelone für mild-erfrischende Noten)
- 50 g Blattspinat (vorzugsweise kleinblättrig, von der jungen Pflanze)
- 100 ml milchsauer fermentierter Möhren-Most (ersatzweise: frische Möhren pürieren und/oder entsaften)
- 1 EL Chiasamen
Smoothie mit Rote Bete, Himbeeren und Banane
Zutaten für 1 Portion:
- 1 Banane
- 200 ml Rote Bete Most (ersatzweise: frische Rote Bete pürieren und/oder entsaften)
- 1 Handvoll Himbeeren (frisch gepflückt oder aus dem Tiefkühlregal)
Rezeptvorschläge mit leichter Kost für die Tage vor/nach dem Saftfasten
Apfelkompott
Zutaten für 2 Portionen:
- 4 Äpfel
- 1/4 Zimtstange
Porridge mit gedünsteten Birnen
Zutaten für 2 Portionen:
- 2 Birnen
- 1/4 Vanilleschote, längs aufgeschnitten
- 1/2 Zimtstange
- 1 EL Zitronensaft
- 10 EL feine Haferflocken, glutenfrei
- 1 Bio Orange
- Zimtpulver
- Ahornsirup nach Belieben
Gemüsepfanne mit Kartoffeln
Zutaten für 2 Portionen:
- 400 g Kartoffeln (vorzugsweise eine festkochende Sorte)
- 1 rote Paprikaschote
- 250 g Mini-Datteltomaten
- 1 rote Zwiebel
- 8 Stücke eingelegte Artischocke
- 10 Thymianzweige
- Salz, Pfeffer
- 2 EL Olivenöl
Hirse-Bowl mit Hokkaido-Kürbis und Wirsing
Zutaten für 2 Portionen:
- 1 kleiner Hokkaido Kürbis
- 4 EL Olivenöl
- 1 TL Knoblauchpulver
- 1 EL Paprikapulver
- 1TL Chiliflocken
- 1/2 TL Curcuma
- Salz
- 1/2 kleiner Wirsing
- 1 Zwiebel
- 2 EL Kürbiskerne
- 1 TL Sesam
- 1 TL Dulseflocken
- 160 g Hirse
Quinoa-Bowl mit gemischtem Gemüse
Zutaten für 2 Portionen:
- 150 g Quinoa
- 1/2 kleiner Brokkoli
- 1 rote Paprika
- 1 Mini Gurke
- 2 Möhren
- 250 g Kirschtomaten
- 1 Stange Stangensellerie
- 1 Knoblauchzehe
- Currypulver
- Zitronensaft
- Salz, Pfeffer
Süßkartoffel-Suppe
Zutaten für 2 Portionen:
- 1 Zwiebel
- 1 große Süßkartoffel (300-500 g)
- 4 EL Olivenöl
- 1 TL Paprikapulver
- 1-2 TL Gemüsebrühe
- 500 ml Pflanzendrink (z. B. Kokos- oder Reismilch)
- 3-4 EL Dulseflocken
- 1 Knoblauchzehe
- 1 kleine rote Chilischote (oder Chilipulver nach Bedarf)
- 2 EL Kokosaminos
- 1 Handvoll Rucola
- Salz
Spinat mit Kartoffelstampf
Zutaten für 2 Portionen:
- 600 g Kartoffeln (mehligkochende Sorte)
- Salz
- 600 g Blattspinat, frisch oder tiefgekühlt
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 kleines Stück frischer Ingwer (oder 1-2 Msp. Ingwerpulver)
- 2 EL Olivenöl
- Kresse
- 4 kleine Tomaten
Bunter Salat mit Kürbiskernen
Zutaten für 2 Portionen:
- 50 g Kürbiskerne
- 1 EL Senf
- 2 EL Tomatenmark
- 60 ml Olivenöl
- 1 EL heller Balsamico-Essig
- 1/2 TL Gemüsebrühe (Pulver oder Brühwürfel)
- Pfeffer
- 1/2 Salatgurke
- 1 rote Paprika
- 6 kleine Tomaten
- 1 Handvoll Rucola
- 1 Handvoll Feldsalat
- 1 Salatherz (vorzugsweise Römersalat, sonst normaler Kopfsalat o.ä.)
Zum Abschluss: Erfahrungsbericht der Autorin (Sarah Trenkle)
Liebe Leserinnen und Leser! Ich befasse mich ja nicht nur privat sondern seit vielen Jahren auch beruflich sehr viel mit Essen, Trinken, Kochen, verschiedenen Ernährungs- und Lebensstilen, mit dem Fokus auf gesunde Ernährung, aber eben immer auch Genuss. Dennoch ist bzw. war Fasten für mich eine ganz neue Erfahrung. Die Vorstellung, mehrere Tage komplett auf feste Nahrung zu verzichten, fiel mir schwer und doch hatte ich direkt Lust, mit den Voelkel Gemüsesäften eine Saft-Kur zu machen. Die klaren Regeln, der Ablauf und trotzdem die Möglichkeit, immer wieder leckere Säfte zu mir zu nehmen, haben mir sehr gut gefallen. Mein Highlight war der Sauerkrautsaft und eine Mischung aus Möhre und Rote Bete. Ich war positiv überrascht, dass sich die Kur auch neben der Arbeit und im Alltag mit zwei kleinen Kindern umsetzen lässt und ich nicht eine Woche Urlaub nehmen und mich komplett zurückziehen musste. Trotzdem war es gut, hierfür eine Woche zu wählen, in der keine Verabredungen oder Feierlichkeiten anstanden und ich auch abends einfach früh ins Bett gehen konnte. Was ich außerdem getan habe:
- Ich habe ein Fastenprotokoll geschrieben. Das hat mir geholfen, den Überblick über meine Getränke und die Menge an Flüssigkeit pro Tag zu behalten.
- Meine Beine und Füße habe ich mit Lavendelöl massiert, um den Lymphfluss und das Entwässern zu unterstützen und Mineralien eingenommen.
- Für die Mundpflege habe ich „Ölziehen“ ausprobiert, was sehr angenehm war, da es auch einem trockenen Gefühl im Mund entgegenwirkt.
- Gegen das Frieren haben mir Kuscheldecke und Wärmflaschen gutgetan.
Mein persönliches Fazit:
Ich habe mich zwar sehr auf das Fastenbrechen und die leckeren Rezepte, die ich wieder kochen und genießen werde gefreut, aber ich würde und werde es wieder tun! Folgende Aha-Erlebnisse nehme ich daraus mit:- Die Saft-Kur hat eine positive Auswirkung auf die Stimmung. Auch nach der Kur hält das Gefühl an, „etwas geschafft zu haben“.
- Während der Saft-Kur hat der Körper nachts mehr Zeit für Ruhe und Regeneration, da er nicht mit der Verdauung beschäftigt ist. Dies wirkt sich positiv auf den Schlaf aus. — Es lohnt sich also, auch außerhalb von Fastenkuren eine Abendroutine einzuführen und abends nicht zu spät zu essen.
- Auch mehrere Tage nach dem Ende der Kur starte ich den Tag nicht mehr mit Kaffee, sondern mit Wasser und ungesüßtem Kräutertee. Die Saft-Kur kann also helfen, den Konsum von Kaffee zu reduzieren und sich daran zu gewöhnen, auch ohne viel Koffein und zuckerhaltige Getränke oder Speisen ganz „leicht” und energievoll in den Tag zu starten.
- Ich kann den Vormittag gut mit Getränken überbrücken, ohne dass der Magen knurrt. Eine Saftkur kann also helfen, einen Einstieg in das so genannte Intervallfasten (16:8) zu finden.
- Die Gedanken sind nicht immer beim Essen bzw. bei der nächsten Mahlzeit. Die Saft-Kur kann also helfen, Gedankenkreise ums Essen zu unterbrechen.
- Die Rezepte, die sich für die Aufbautage eignen sind so lecker und sättigend, dass ich sie auch weiter in meinen Speiseplan einbauen werde.



















































































































