Gesund oder krank?
Die Entscheidung fällt oft im Darm.
Referenten: Dr. Schütz, Dr. Jeremy Appleton, Dr. Simone Koch, Dr. Michael Murray, Dr. Elizabeth Mumper
Datum: Samstag, 18.11.2017, bis Sonntag, 19.11.2017, jeweils 8:30 bis 17:30 Uhr
Veranstaltungsort: Hotel Steigenberger Frankfurter Hof, Frankfurt am Main
Veranstalter: Nutritional Science / Gesundheitliche Freiheit, HANDS 4 Autism, mit Unterstützung von Supplementa.
Achtung: Das Seminar hat bereits stattgefunden. Sie können sich somit nicht mehr anmelden. Dennoch informieren wir Sie gerne über zukünftige Veranstaltungen zu ähnlichen Themen. Bei Interesse erreichen Sie uns hier.
Inhalte und Ziele des Seminars
Dieses 2-Tages-Seminar soll die Fernwirkung des Darms auf unser zentrales Nervensystem und das Gehirn aufzeigen und die daraus entstehenden möglichen pathophysiologischen Erklärungen für viele chronische Erkrankungen sowie für Autoimmun-Erkrankungen und Autismus liefern. Zwischen den Zellen im Darm und dem Immunsystem findet eine enge Kommunikation statt. Im Darm befinden sich zwei der wichtigsten Informationssysteme des Organismus: 100 Millionen Nervenzellen und 70 Prozent des Immunsystems. Beide Systeme arbeiten eng zusammen. Die aktiven Nervenzellen in der Darmschleimhaut sind mit den Gliazellen im Gehirn assoziiert. Durch Entzündungen, Allergien und mikrobielle Fehlbesiedelung des Darms werden Entzündungssignale über chemische Botenstoffe aus dem Darm direkt an die Gliazellen im Gehirn weitergeleitet und diese werden schließlich selbst zu Entzündungszellen, die wieder chemische Botenstoffe an das Gehirn und auch an andere Organe geben.3 Beispiele aus dem Gesamtprogramm
Das vorläufige Programm mit allen Vortragsthemen, Dozenten, und Uhrzeiten können Sie hier herunterladen: Seminarprogramm „Mikrobiom, Autoimmun, Autismus” (pdf)Samstag, 18.11.2017, 9:00-10:30 Uhr
Das intestinale Mikrobiom: Moderne Stuhldiagnostik liefert ein molekulares Profil der menschlichen Darm-Mikrobiota
Dr. Schütz Die Funktionen des intestinalen Mikrobioms werden nur dann richtig erfüllt, wenn geeignete Bakterientypen in optimaler Organisation auf der Darmschleimhaut siedeln. Kommt es zu Verschiebungen innerhalb dieses Gleichgewichts, so wird die Entstehung endogener Infektionen begünstigt und schwerwiegendere, systemische Erkrankungen können entstehen, darunter Adipositas, Metabolisches Syndrom, Darmentzündungen, Arthritis etc. Da die Charakteristiken und individuellen Funktionen der Bakterien in ihren Genomen kodiert sind, ist eine umfassende Analyse des intestinalen Mikrobioms nur über zusätzliche Untersuchen möglich. Dr. Schütz stellt in seinem Vortrag moderne Stuhldiagnostik vor, die neben der klassischen Stuhluntersuchung durch zwei moderne Verfahren aus der Molekulargenetik ergänzt wird, was die Betrachtung zahlreicher aerober und anaerober Keime sowie ganzer stoffwechselrelevanter Gruppierungen ermöglicht. Ein Beispiel für gesundheitliche Beeinträchtigungen, die auch auf Schwankungen der enteralen Mikroflora beruhen ist Autismus. Bei der Entstehung von Autismus spielen genetische Faktoren eine Schlüsselrolle. Darüber hinaus bestimmen auch weitere Faktoren den Verlauf der Entwicklungsstörung mit. Einigen Studien zufolge können Veränderungen der Darm-Mikroflora die Hirnentwicklung und das Verhalten beeinflussen (Darm-Hirn-Achse). Tatsächlich finden sich in Stuhlproben erkrankter Kinder sehr häufig erhöhte Keimzahlen an Toxin bildenden Clostridien des Cluster I, die Ausbruch und Verlauf innerhalb des Autismusspektrums beeinflussen. Dr. Schütz gibt im Rahmen seines Vortrages einen Einblick in Korrelationen zwischen Dysbiose und klinischer Symptomatik und zeigt Therapieansätze auf, bei denen Veränderungen innerhalb des intestinalen Mikrobioms durch Ernährungsfaktoren oder Prä- und Probiotika erfolgen.Samstag, 18.11.2017, 15:00-16:00 Uhr
Autoimmunerkrankungen
Dr. Simone Koch Autoimmunerkrankungen gehen in der Regel mit einem geschwächten Darm und Verdauungsstörungen einher. 50% sind glutensensitiv und haben eine Casein-Unverträglichkeit, 80-100% leiden an Leaky Gut. Frau Dr. Simone Koch ist Expertin für Autoimmunerkrankungen. Sie bietet unterschiedlichste Hilfestellungen für Menschen mit Autoimmunerkrankungen, wie Hashimoto Thyreoiditis, Morbus Basedow, Nebennieren-Fehlfunktionen und Schilddrüsenerkrankungen. Ihr Therapieprinzip ist die Ursachenforschung. Es wird die entscheidendste aller Fragen gestellt: Warum? „Nur wenn wir das „Warum?“ beantworten können, kann wahre Heilung beginnen“, so Dr. Koch. Frau Dr. Koch, selbst Betroffene einer Autoimmunerkrankung, hat sich insbesondere auf Hashimoto und Darmerkrankungen spezialisiert und wird Ihnen im Rahmen des Vortrages ihre Behandlungsmethoden auf Grundlage der von ihr praktizierten Ernährungs- und Funktionellen Medizin näher bringen.Sonntag, 19.11.2017, 8:30-10:00 Uhr

















































































































