Vitalstoffe aus dem Meer: Das Power-Antioxidans Astaxanthin
Auf der Suche nach neuen Wirkstoffen ist die Medizin in den letzten Jahren verstärkt auf die marinen Vitalstoffe in den Ozeanen, die „Apotheke des Meeres” aufmerksam geworden. Viele Vitalstoffe aus dem Meer werden intensiv beforscht und auf ihren Einsatz für die Gesundheit überprüft. Algen z.B. besitzen Inhaltsstoffe, die es nur in Mikro- und Makroalgen gibt, nicht aber in Gemüse, Getreide oder Obst. In Ländern, in denen Algen traditionell seit Jahrhunderten in der Ernährung eingesetzt werden, sind die Menschen weltweit am ältesten, und dies in einem vitalen Zustand, und sie haben deutlich weniger Krebserkrankungen.
Vitalstoffe aus Algen: vielfacher Nutzen
Viele klinische Studien konnten inzwischen belegen, dass die Inhaltsstoffe von Algen positive Effekte auf die Gesundheit haben und auch bei Beschwerden und Erkrankungen, z.B. in der komplementären Tumortherapie oder im Bereich der Augenheilkunde, bei zu hohem Blutdruck oder zur Entgiftung sehr gut eingesetzt werden können, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Algen-spezifischen Vitalstoffe stärken unsere natürliche Immunabwehr, wirken als natürliche Killer gegen Bakterien, Viren, Pilze und Tumorzellen, bauen unsere Darmflora auf, sorgen durch ihren hohen Anteil an Ballaststoffen für eine gesunde Verdauung und Entgiftung, versorgen die Zellen mit Energie und lebensnotwendigen Mineralien, Vitaminen, Spurenelementen und Aminosäuren, sind eine natürliche gut verträgliche Jodquelle, stärken die Gesundheit von Herz und Gefäßen, senken den Cholesterinspiegel und helfen bei Entzündungen und Gelenkbeschwerden.Astaxanthin aus Mikroalgen — ein ganz besonderes Carotinoid
Astaxanthin ist ein rotes Pigment, das zu den Carotinoiden gehört. Carotinoide werden von Früchten und Gemüse, aber auch von Algen zum Schutz vor Schädigung durch UV-Licht und freie Radikale gebildet. Auch in Lachs (5 bis 40 ppm), Forelle, Krill (120 ppm), Shrimps (1.200 ppm), Hummer und Krebsen findet man Astaxanthin in unterschiedlichen Konzentrationen, denn diese Tiere nehmen große Mengen Astaxanthin durch den Verzehr von Mikroalgen auf. Beim Wildlachs z.B. werden die wertvollen Omega-3-Fettsäuren durch Astaxanthin geschützt. Der mit Abstand höchste Astaxanthin-Gehalt von 40.000 ppm findet sich jedoch in der Mikroalge Hämatococcus pluvialis. Hämatococcus pluvialis ist eine Grünalge, die Astaxanthin produziert, um unter der starken Sonnenstrahlung in ihrem natürlichen Lebensraum bei Hawaii überleben zu können. Ist Hämatococcus z.B. zu intensivem Sonnenlicht ausgesetzt oder leidet die Alge unter Wasser- oder Nährstoffmangel, dann ist sie vital bedroht. Was jetzt passiert, ist in der Natur einmalig! Die Alge färbt sich von grün nach rot, indem sie das antioxidativ wirkende und schützende Astaxanthin bildet, das die Mikroalge unangreifbar macht. Dank Astaxanthin kann Hämatococcus so bis zu 30 Jahre überleben! Ist die Gefahr vorbei, wird die Alge wieder grün.
Freie Radikale ...
... sind instabile Moleküle, in deren chemischer Struktur ein Elektron fehlt. Sie neigen zu einem sehr radikalen Verhalten, indem sie sofort versuchen, ihrem Nachbarn ein Elektron zu entwenden, um wieder stabil zu werden und damit überlebensfähig zu bleiben. Freie Radikale entstehen durch Luftverschmutzung, Umweltgifte, Nikotin oder Strahlung (Ozon, Computer, intensive Sonne, Flüge), sie werden aber auch bei Entzündungen im Körper gebildet, z.B. bei einer Arthritis im Kniegelenk, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einem chronisch entzündeten Darm, Diabetes, einer Parodontitis, im Auge und wohl auch im Gehirn, z.B. bei der Alzheimer-Demenz. Durch freie Radikale geschädigte Zellstrukturen sind instabil und können selber zum Radikal werden, sie bedienen sich also ebenfalls beim Nachbarn. Eine Kettenreaktion entsteht. Proteine und Lipide, lebensnotwendige Bestandteile jeder Zellmembran, Mitochondrien (die Energiezentralen jeder Zelle) und Erbsubstanz werden geschädigt, Alterungsprozesse setzen ein, gesundheitliche Probleme und chronisch entzündliche Erkrankungen bis zur Entstehung von Tumoren können die Folge sein. Der Körper gerät in oxidativen Stress. Freie Radikale machen uns labil, lassen uns schneller altern und auch älter aussehen. Auch wenn der Mensch ein körpereigenes Schutzsystem gegen eine bestimmte Anzahl freier Radikale besitzt — mit zunehmendem Alter nehmen die durch freie Radikale entstandenen Belastungen und Schäden zu, während die Aktivität des körpereigenen antioxidativen Schutzes abnimmt. Etwa ab dem 40. Lebensjahr sind Antioxidantien wie Astaxanthin daher zum Schutz der Gesundheit zu empfehlen.Wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Astaxanthin
Gehirn & Nervensystem: Astaxanthin kann (ebenso wie auch die alpha-Liponsäure) die Blut-Hirn-Schranke deutlich leichter überwinden als die allermeisten anderen Antioxidantien und somit auch Gehirn und Rückenmark sehr effektiv vor den Auswirkungen freier Radikale schützen. Dies konnte mittlerweile in Studien zur Alzheimer-Erkrankung sowie zum Morbus Parkinson auch experimentell belegt werden. Mitochondrien & Energie: Wie wichtig gesunde Mitochondrien für die Gesunderhaltung des Körpers, Anti-Aging und die Bewältigung von Erkrankungen sind zeigt sich darin, dass es hierfür inzwischen eine eigenständige Medizinrichtung, die mitochondriale Medizin gibt. Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit und Energie der Mitochondrien ab, wodurch Altersbeschwerden, Energielosigkeit und Erkrankungen zunehmen, vor allem wenn der Körper zusätzlich stark durch freie Radikale belastet ist. Astaxanthin kann die Schädigung der Mitochondrien durch freie Radikale aufhalten und damit zu einem jüngeren und vitaleren Leben beitragen.
Muskulatur: Astaxanthin unterstützt die Erholung von Muskulatur und Gelenken nach dem Sport. Über 80% der Arthritis-Patienten einer Studie zeigten nach Einnahme von Astaxanthin eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden. Schmerzintensität und Häufigkeit konnten auch beim Karpaltunnelsyndrom bereits nach 4 Wochen reduziert werden.
Entzündungen: Astaxanthin kann antientzündlichen Schutz von Haut (Sonnenschutz), Gelenken, Herz, Gefäßen und Organen (z.B. Magen) bieten und ist auch bei Diabetes Typ II und zu hohem Blutdruck zu empfehlen.
Auge: Klinische Studien belegen die Wirkung von Astaxanthin bei Sehstörungen, die durch freie Radikale entstanden sind, z.B. beim Computer Vision Syndrom, und insbesondere in Kombination mit weiteren Carotinoiden auch bei der Makula-Degeneration.
Qualitätsmerkmale und Hinweise zur Anwendung
Für die Herstellung von Nahrungsergänzungen sollte die Astaxanthin produzierende Mikroalge Hämatococcus pluvialis unter sterilen Bedingungen in geschlossenen Photobioreaktoren gezüchtet und schonend verarbeitet werden. Synthetisch hergestelltes Astaxanthin ist zwar deutlich billiger, eignet sich jedoch allenfalls als Futtermittel (bzw. Farbstoff) in der Lachszucht. Astaxanthin aus natürlichen Quellen hat noch einen weiteren Vorteil: Mikroalgen enthalten nicht nur Astaxanthin sondern auch weitere natürliche Carotinoide (u.a. Lutein, Cantaxanthin, Beta-Carotin), die auf synergistische Weise die Wirksamkeit von Astaxanthin unterstützen. Die üblichen Empfehlungen für eine sinnvolle Tagesdosis variieren zwischen 6 und 12 mg. Stichhaltige Argumente für den Einsatz deutlich höherer Dosierungen liegen uns nicht vor, ebenso wenig wie Berichte über Nebenwirkungen. Da Astaxanthin ein sehr starker, leuchtend roter Farbstoff ist, kann es nach dem Verzehr großer Mengen zu roten Spuren im Stuhl kommen. Dies ist an sich völlig unbedenklich, erschwert jedoch die optische Früherkennung von echten Darmblutungen. In solch einem Fall liefert nur die regelmäßige Untersuchung von Stuhlproben im Labor Gewissheit, denn echtes Blut im Stuhl ist mit bloßem Auge nur selten oder viel zu spät erkennbar.
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